2009: Die schwebende Jungfrau

Informationen zum Stück

Inhalt: Weinhändler Walter Döring liebt seine Frau über alles – sein Schwiegervater Hugo Holthusen liebt seine Frau zwar auch, nimmt es mit der ehelichen Treue aber nicht allzu genau. Daher muss ihm Walter so manches Mal aus der Patsche helfen. Als aber eines Tages im Zug Walters Tasche mit der der „Schwebenden Jungfrau“, einer verführerischen Varietétänzerin, vertauscht wird und seine Frau und seine Schwiegermutter Perlenkette und Seidenstrümpfe vorfinden, da ist es an Hugo, seinem Schwiegersohn zu helfen.
Alles wäre ganz einfach, wenn nicht die beiden empörten Damen Herrn von Pieskow, einen sehr eifrigen Detektiv auf Walter ansetzen würden. Auch Onkel Theodor, der vor Tante Therese fliehen möchte, weil er auch endlich mal was erleben und nicht immer unterm Pantoffel stehen will, macht die Sache nicht leichter.
Als dann auch noch der eifersüchtige Ehemann der „Schwebenden Jungfrau“ auftaucht, scheinen die Verwicklungen kein Ende zu nehmen …

Besetzung:
Hugo Massenbach, Weingroßhändler – Lothar Neumann
Ida, seine Frau – Antje Hörl
Else, deren Tochter – Stephanie Hupfeld/Janina Pimpl
Walter Döring, Elses Mann – Christian Schneider
Theodor Hilsebein, Rentier – Manfred Altmann
Therese, Idas Schwester, seine Frau – Petra Klaas
von Pieskow, Kriminalkommissar a. D. – Ottmar Bulle
Jonny Jefferson – Michael Rother
Sonja Grabowska – Andrea Schmolke
Anna, Wirtschafterin bei Massenbach – Iris Altmann
Minna, Dienstmädchen bei Hilsebein – Pamela Riedel

Regie: Ilona Neumann und Stephanie Hupfeld
Souffleuse: Iris Bulle
Bühnenbau: Lothar Neumann, Franz Teinzer,
Arnold Geselle, Willi Heidl
Technik: Uwe Hörl, Herbert Degenhardt

Presse HNA 14.2.2009

Hugo ist nicht immer treu

Die Volksbühne Bad Emstal zeigt am Ostersamstag „Die schwebende Jungfrau“

BAD EMSTAL. „Für mich gibt es nur eine Frau auf der Welt, und das ist meine Hulda.“ Dass das nur zum Teil stimmt, zeigt die Volksbühne Bad Emstal am Ostersamstag mit ihrem Stück „Die schwebende Jungfrau.“
Seit vielen Jahren bringt die Volksbühne am Ostersamstag ein modernes Boulevardstück oder eine Komödie auf die Bühne im Bad Emstaler Ortsteil Sand. In diesem Jahr haben sich der Vorsitzende Lothar Neumann und seine Frau Ilona, die zusammen mit Stephanie Hupfeld Regie führt, für den Schwank von Franz Arnold und Ernst Bach entschieden. Premiere ist am Samstag, 11. April, um 20 Uhr im Kur- und Festsaal.
Die Hauptperson Hugo liebt zwar seine Frau, nimmt es aber mit der ehelichen Treue nicht allzu genau. Daher muss ihm sein Schwiegersohn Walter so manches Mal aus der Patsche helfen.

Verwicklungen

Als aber eines Tages im Zug Walters Tasche mit der „Schwebenden Jungfrau“, einer verführerischen Varietetänzerin, vertauscht wird, ist es an Hugo, seinem Schwiegersohn zu helfen. Und damit entstehen höchst amüsante Verwicklungen, die kein Ende zu nehmen scheinen.
Die Termine für die Vorstellungen sind jeweils samstags am 25. April, 9., 16., und 30. Mai sowie am Pfingstmontag, 1. Juni, um 20 Uhr. Die Eintrittskarten kosten im Vorverkauf 7,50 Euro und neun Euro an der Abendkasse.
Vorverkaufsstellen sind in Balhorn bei Helga Teinzer, Bruchstraße 16, Tel. 05624/5528, in Sand bei Foto Schwarz, Kasseler Straße 29, in Wolfhagen bei der Buchhandlung Mander, Schützeberger Straße 298, sowie im Internet unter www.volksbuehne-bad-emstal.de. (zjg)

Was kommt von oben? Antje Hörl und Lothar Neumann bei den Proben zum Stück „Die schwebende Jungfrau“, das die Volksbühne Bad Emstal am Ostersamstag aufführt. Foto: Hellwig

Presse HNA 15.4.2009

Die Moral der Männer

Die schwebende Jungfrau: Premiere der Volksbühne Bad Emstal

BAD EMSTAL. Gelungene Premiere im Bad Emstaler Kur- und Festsaal: Die Volksbühne Bad Emstal spielte „Die schwebende Jungfrau“ – und kein Auge blieb trocken. Mit dem Schwank in drei Akten von Franz Arnold und Ernst Bach bereiteten die Amateurtheaterspieler unter der Regie von Ilona Neumann und Stephanie Hupfeld ihren Fans und vielen anderen Besuchern im voll besetzten Saal einen vergnüglichen Theaterabend. Mit aufwändigen Kulissen und Kostümen versetzte das Ensemble sein Publikum in die Welt des gehobenen Bürgertums im 19. Jahrhundert. Mit Ironie wurden am Beispiel dreier Paare die eheliche Treue und die Doppelmoral der Männer aufs Korn genommen. Da ist der Weingroßhändler Hugo Massenbach (gespielt von Lothar Neumann), den Gattin Ida (Antje Hörl) für die Tugend in Person hält. Dieses auf einem Missverständnis beruhende, unbegrenzte Vertrauen nutzt der eigentlich jede Gelegenheit beim Schopfe packende Schwerenöter weidlich aus. Sein Schwager, Theodor Hilsebein (Manfred Altmann), eigentlich ein Pantoffelheld, der bei seiner Frau Therese (Petra Klaas) wenig zu lachen hat, ist nach 30 Jahren Ehe einem Seitensprung ebenfalls nicht abgeneigt. Nur der junge Schwiegersohn des Weinhändlers Walter Döring (Christian Schneider) ist in seiner Ehe glücklich, gerät aber durch den lebenslustigen Schwiegervater und widrige Umstände als einziger in den Verdacht, seine Pflichten als Ehemann zu vernachlässigen.
Die Begegnung mit der ehemaligen „schwebenden Jungfrau“, der Partnerin eines Magiers, deren Tasche Schwiegersohn Walter versehentlich mit nach Hause bringt, trägt zum Manövrieren in die scheinbar ausweglose Lage als Sündenbock bei. Eine Konstellation, aus der sich jede Menge Verwicklungen und komische Situationen ergeben.
Wortwitz und spritzige Spielfreude bei den Volksbühnen-Spielern machten die aktuelle Inszenierung zu einem Riesenerfolg.
Die weiteren Darsteller, die für amüsante Unterhaltung sorgten: Stephanie Hupfeld (Tochter von Hugo Massenbach), Ottmar Bulle (Kriminalkommissar Adalbert von Pieskow), Michael Rother (Jonny Jefferson), Andrea Schmolke (Sonja Grabowska), Iris Altmann (Wirtschafterin), Pamela Riedel (Dienstmädchen Minna). Für das Publikum unsichtbar als Souffleuse: Iris Bulle.
Für das liebevoll gestaltete, bis in jede Einzelheit ausgefeilte Bühnenbild waren Lothar Neumann, Franz Teinzer, Arnold Geselle und Willi Heidl verantwortlich.
Von Sigrid Hellwig

Ehemänner unter sich:
Der Weingroßhändler Massenbach (Lothar Neumann) mit seinem in Bedrängnis geratenen Schwiegersohn (Christian Schneider).

Die Runde der Gattinnen:
Szene mit Stephanie Hupfeld, Petra Klaas und Antje Hörl.

Fotos: Hellwig

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