2002: Vereinshaus fertig

Außenansicht: von vorn, von hinten und von der Seite

Der Gemeinschaftsraum im 1. Obergeschoss für Sitzungen, Proben und F(f)este feiern

Die Kulissenwerkstatt im Erdgeschoss

Probenwochenende

Unser Probenwochenende in der Jugendherberge am Edersee vom 7.3. bis 9.3.2020

 

Das Essen ist deftig …

Jetzt wird’s ernst …

Nervennahrung …

… die Zimmer spartanisch.

… die Proben beginnen.

,,, kleine Pause …

2003: Bremer Stadtmusikanten

Presse HNA 5.12.2003

Zwei Orgelpfeifen als Dankeschön für eine Spende

BALHORN. Um einen Betrag in Höhe von 500 Euro gestiegen ist das Spendenkonto für die neue Orgel der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Balhorn.
Pfarrer Manfred Holst und seine Tochter Elena nahmen das Geld vor der Märchenvorstellung „Die Bremer Stadtmusikanten“ auf der Bühne im Kur- und Festsaal vom Vorsitzenden der Volksbühne Bad Emstal, Lothar Neumann, entgegen.
Holst bedankte sich mit einem ungewöhnlichen Geschenk: zwei Pfeifen aus der ausgebauten Orgel, die eine aus Metall und die andere aus Holz.

Presse HNA 21.12.2003

Einritt nur für Sternchen

Wo aus Menschen Katzen werden: Blick in die Garderobe der Volksbühne

Geordnetes Chaos: Vor jeder Aufführung geht‘s bei der Volksbühne Bad Emstal in der Garderobe hoch her. Hier darf Esel Iris Altmann (rechts) schon mal probeweise an der Möhre knabbern, die Manfred Altmann hinhält. Die Katze, Ramona Sommer (links), und die anderen Darsteller freuen sich auf ihren Auftritt. BAD Emstal. „Na mein kleiner Esel?“ So spricht der Chef zur Mitarbeiterin – und alle drum herum finden das ganz normal. Wo gibt‘s denn so was? Antwort: Bai der Volksbühne Bad Emstal, hinter den Kulissen, knappe zwei Stunden vor der Aufführung von „Die Bremer Stadtmusikanten“ im Kursaal.
Lange bevor sich der Vorhang hebt, geben sich Esel, Hund, Katze und Hahn, Räuber und Bäuerinnen, Kräuterfrau und Walswichtel ein Stelldichein in der Garderobe, besser: Die Darsteller nehmen hier die Gestalt an, die sie später auf der Bühne verkörpern werden. Das ist mitunter eine aufwändige Angelegenheit. Erst recht, wenn Menschen sich, dank Kostümen und Maskenbildnerei, in Tiere verwandeln. Was sich abspielt im engen Kämmerlein, bevor die ersten Spieler auf den Brettern stehen, ließ uns die fkotte Amateurtruppe bei einem Besuch in der Garderobe miterleben.
Drei Stunden vor Spielbeginn trudeln die Ersten im Kursaal ein. Ihre Anlaufstation: die Küche. Erst mal schnuddeln und ein Tässchen Kaffee trinken, das tut den Nerven gut und hat sich seit vielen Jahren bewährt. Nach und nach werden die Akteure in die Maske gerufen. Tierisch gut drauf: Ilona Neumann verwandelt Ramona Sommer in eine Katze Zwei Multitalente haben die Schminkkoffer geöffnet und halten die Pinsel schon tatendurstig in der Hand. Ilona Neumann und Steffi Sprenger führen nicht nur gemeinsam Regie und spielen obendrein selbst, sondern tragen auch als exzellente Maskenbildnerinnen zum Bühnenerfolg bei. Als Räuber und Bäurinnen geschminkt sind, dürfen die noch mal vor die Tür.
Nicht so die Tiere: Sie werden kurzerhand eingesperrt. Denn im Saal treffen bereits die ersten Kinder ein. „Hallo Hund“, freut sich die Katze, als auch dieser seiner Vollendung entgegen geht. Nette Bäuerin: Nur noch das Tuch gebunden und Inge Geselle ist fertig für den Auftritt Unterdessen legt einer der Räuber schon mal die Vorderlader griffbereit für den Einsatz, die Räuberbraut rückt sich die Perücke zurecht, eine Bäurin zieht ihre Schürze an. Vor der fünf Meter langen Spiegelwand vertiefen sich einige Spieler noch mal in Ihre Rollenbücher. Die Ablage ziert ein bunter Mix aus Text-Mappen, Kaffeebechern, Obsthäppchen, Schnuckzeug – und eine Möhre. An der darf niemand knappern, erst der Esel auf der Bühne. Locker-flockig ist der Umgangston, es wird viel gelacht

Aus Freude am Job, aber auch um Lampenfieber abzubauen. Denn das ist immer mit im Spiel. Eine halbe Stunde vor Aufführungsbeginn haben einige eiskalte Hände, andere schweißnasse. Mancher sucht noch mal schnell die „örtlichen Wasserspiele“ auf. Ruhe strahlt der Chef aus. Lothar Neumann, 1. Vorsitzender der Volksbühne, ist der Mann für alles, Helfer in der Not, Ansprechpartner für Spieler und hilfreiche Geister hinter der Bühne. Er erinnert sich an das Credo des Ensembles: „Wir brauchen keine Stars, sondern viele kleine Sternchen.“
Nur noch Minuten bis zum Auftritt. Letzter Garderoben-Akt: Jeder spuckt jedem mit einem dreifachen „toi, toi, toi“ über die linke Schulter. Und: Vorhang auf!

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2001: Brüderchen und Schwesterchen

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2001: Pension Schöller

2000: Schneewittchen

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1999: Versteh mich nicht falsch

Informationen zum Stück

Premiere am 03. April 1999

Besetzung

Charles Fleminge – Lothar Neumann
Margery, seine Frau – Ilona Neumann
Robert Fleminge, sein Bruder – André Gröning
Jaynie, ein Mädchen – Ramona Sommer
Jane, Roberts Frau – Steffi Kaszemeck

Souffleur: Stephan Roth
Inspizienz: Jürgen Kleinhans
Technik: Uwe Hörl
Bühnenbau: Arnold Geselle, Franz Teinzer
Maske: Ilona Neumann
Regie: Ilona Neumann

Presse HNA 13.3.1999

Wirbel zwischen fünf  Türen

Die Volksbühne Bad Emstal probt für eine Verwechslungskomödie.
Premiere ist am Samstag vor Ostern.

BAD EMSTAL. Dass bald Ostern ist, merkt man seit vielen Jahren auch daran, dass die Bad Emstaler „Volksbühne“ zum Theaterstück einlädt. „Versteh mich nicht falsch“ heißt diesmal der Titel der Aufführung, geschrieben wurde die Verwechslungskomödie von Patrick Cargill. „Es gibt wieder viel zu Lachen“, verspricht der Vorsitzende der Bad Emstaler Volksbühne, Lothar Neumann, der auch eine Rolle übernimmt, und wer diese Truppe kennt, der weiß, dass ihn zwei vergnügte Stunden erwarten. Dafür sorgen Charles und Robert – beide sind nicht treu – sowie Margery, Jane und Jaynie, die in immer wieder komische Situationen geraten. „Das Stück lebt von Situationskomik und Wortwitz“, so Ilona Neumann, die nicht nur mitspielt, sondern auch Regie führt. Ausserdem werden André Gröning, Ramona Sommer und Steffi Kaszemeck mitwirken. Das Stück spielt in England in Richmond im Haus von Charles und Margery. In ihrem Wohnzimmer gibt es fünf Türen, durch die die einzelnen Personen unentwegt ein und aus gehen. Das fordert die beiden Bühnenbauer Arnold Geselle und Franz Teinzer. Doch die winken ab: „Kein Problem, wir haben schon schwierigere Kulissen gebaut.“
Premiere für „Versteh mich nicht falsch“ ist am Ostersamstag, 3. April 1999, um 20 Uhr. Wer an diesem Abend keine Zeit hat, kann sich die anderen Termine vormerken: 10. und 24. April, 8. und 22. Mai, jeweils um 20 Uhr auf der Bühne im Thermalbad.
Karten gibt es im Vorverkauf bei der Familie Franz Teinzer, Balhorn, Bruchstraße 16, 05625/5528, in Sand bei der Gemeindeverwaltung und im Thermalbad. (zjg)

Turbulente Szenen gibt es bei dem neuen Stück
der „Volksbühne Bad Emstal“. (zjg)

Presse HNA 6.4.1999

Vergnügliche Verwirrungen

Über 350 Premierenbesucher wurden bei der Aufführung der Komödie „Versteh mich nicht falsch“ der „Bad Emstaler Volksbühne“ im Kur- und Festsaal gezählt.

BAD EMSTAL. So ein Pech! Da taucht plötzlich ein junger, amerikanischer Wirbelwind in Latz-Jeans auf und bringt eine Ehe, vor vielen Jahren mit Ringen, Schleier und Treueschwur geschlossen, in Gefahr: Das ist die Ausgangssituation für das turbulente Geschehen der Komödie „Versteh mich nicht falsch“, der jüngsten Produktion der „Volksbühne Bad Emstal“, die am Ostersamstag Premiere hatte. Wer sich auf einen vergnüglichen Samstagabend gefreut hatte, wurde während der zweistündigen Aufführung nicht enttäuscht.
Eigentlich ist der Inhalt der Komödie des Engländers Patrick Cargall reichlich banal, das Komplizierte sind die vielen Missverständnisse, die mit viel Tempo, Einfallsreichtum und Spielfreude der Aktiven für die Unterhaltung des Publikums sorgten. Schauplatz für so manchen rhetorischen Schlagabtausch ist ein luxuriöses Wohnzimmer in einem Londoner Vorort mit blauen Möbeln, einem französischen Fenster und einer Tür, die einen Blick in den bunt blühenden Garten erlauben, sowie einer Treppe zum fiktiven Obergeschoss (Bühnenbau Arnold Geselle und Franz Teinzer).
In diesem gediegenen Ambiente würde selbst ein handfester Ehekrach nicht so leicht außer Kontrolle geraten, soll den Zuschauern suggeriert werden. Doch zum Glück – sorgen Charles und Margery (Ilona und Lothar Neumann) als Idealbesetzung des Ehemanns mit einem New Yorker Seitensprung sowie der betrogenen und selbst betrügenden Ehefrau dafür, dass es hin und wieder ganz ordentlich knistert. Grund für den Ehekrach: das junge, naive, für den nicht mehr ganz jungen Charles anstrengende Mädchen Jaynie (ausgezeichnet dargestellt von Ramona Sommer).
Wie die Hauptakteure spielten auch die übrigen Laiendarsteller ihre Rollen perfekt: hineingezogen in Charles‘ Schwierígkeiten werden sein widerwillig-hilfsbereiter Bruder Robert (André Gröning) und seine charmante Frau Jane (Steffi Kaszemeck), die, um die Verwirrungen noch zu vergrößern, prompt mit Jaynie verwechselt wird.
Nach zahlreichen zuweilen pikanten Verwicklungen kommt alles wie es kommen muss: Versöhnende Küsse, die Ehepaare bleiben beieinander und die immer überlegen gebliebene Margery gibt dem Publikum noch eine Weisheit mit auf den Weg: „Der Spaß am Leben ist vor allem, dass man eigentlich nie für irgend etwas zu alt ist.

Die Boulevard-Komödie „Versteh mich nicht falsch“ (Szenenbild) ist die jüngste Produktion der „Volksbühne Bad Emstal“. (zjg)

Es werden nur die Überraschungen weniger überraschend und die Schocks weniger schockierend.“ „Wie wahr, wie wahr“: Diese Bemerkung konnte sich eine Besucherin in der zweiten Sitzreihe – eine echte Anhängerin der Volksbühne – nicht verkneifen….

Wenig in Anspruch genommen wurde Souffleur Stephan Roth, Inspizient war Jürgen Kleinhans, für die Technik sorgten Uwe Hörl, Regie führte Ilona Neumann. Für die Spieler und alle hinter der Bühne an der gelungenen Premiere Beteiligten gab es viel Applaus und Blumen.

Sigrid Hellwig

1998_ Hänsel und Gretel

Presse HNA 23.11.1998

Hänsel zieh‘ den Pulli an

Einen wunderbar witzigen Märchenabend erlebten am Wochenende rund 300 große und kleine Besucher im Bad Emstaler Kursaal

BAD EMSTAL. Kinder hassen Stillsitzen. Und weil die Volksbühnen-Truppe das weiß, wird Bewegung ins Stück eingebaut. Kinder lieben witzige Gestalten und lustige Situationen, die es in der Urversion von „Hänsel und Gretel“ bekanntermaßen nicht gibt. Also werden sie erfunden. Die Mischung machte es, bei der Premiere des Wintermärchens der Volksbühne am Samstag abend im rappelvollen Bad Emstaler Kursaal. Unumstrittener Star und Lachnummer des Stücks war die Gestalt des Eichhörnchens Norbert Nüßchen. Die in dieses Köstum geschlüpfte Margret Rißerler alberte sich mit Lispelstimme und Tapsigkeit in die Kinderherzen. Ihr zur Seite stand Walli Wühli der Maulwurf, mit dem sie das Stück erzählend und agierend begleitete. Für Begeisterung sorgten auch die Gesangseinlagen und Zaubertricks des Raben, der in einem Nest fast an der Decke des Kursaals schwebte.
Überhaupt hatte die Theatergruppe die Bühne nach allen Seiten hin erweitert. Hexenhaus, Backofen und Hühnerstall verlängerten die normale Bühnenfläche über die gesamte Kursaalbreite. So kam es zu kleinen Völkerwanderungen der Kinder, die auf Teppichen vor der Bühne immer zum jeweiligen Geschehen krabbelten. Keinen störte das Gewusel, hin und wieder kam zwischen den ersten Stuhlreihen ein unruhiger Geist herausgerobbt, den es weiter hinten nicht mehr auf seinem Platz gehalten hatte.
Die Kommunikation der Kinder mit den Akteuren auf der Bühne begann mit der Frage des Maulwurfs, woher denn die kleinen Zuschauer kämen. „Aus Deutschland“, antwortete ein Naseweis. Danach durften sich die Kinder immer wieder ins Geschehen einschalten. Keiner der Darsteller spielte seine Rolle stur nach Vorlage. Durch die Beteligung der Kinder wurde die Geschichte auf der Bühne zur Realität. Eine große Rolle spielte dabei die aufwendige Bühnendekoration und die eingesetzten Musik- und Lichteffekte. Die perfekte Illusion führte zu einem kleinen Zwischenfall, als die Hexe zum ersten mal auf der Bühne auftauchte. Dramatische Musik, huschende Lichter und die schwarze Gestalt sorgten dafür, dass einige kleinere Kinder aus Furcht weinten. Doch das war schnell vorbei, als Nüßchen auf der Bühne erschien und ein um das andere mal seufzte „Auch du dicke Haselnuß“.
Danach hatte die Hexe nichts mehr zu lachen. „Du böse Hexe“, zischten die Kinder ihr immer wieder zu, und auch ihre Katze war nicht sonderlich beliebt. Anders Hänsel und Gretel, die großzügig die Lebkuchen vom Dach des Hexenhauses an die Kinder verteilten. Als Hänsel eingesperrt im Hühnerstall vor Kälte zitterte, meinte ein Steppkes wohlmeinend: „Nun zieh dir doch endlich einen Pulli an“.
Einen Spezialeffekt gab es beim großen Finale, nachdem Gretel auf Anraten der Kinder die Hexe in den Ofen geschubst hatte. Mit einem riesigen Knall flog der Backofen in die Luft.
Fazit: Das witzig-spritzige Wintermärchen der Volksbühne macht nicht nur Kinder froh, sondern Erwachsene ebenso. (ewa)

Termine und Rollenverteilung

Nach der Premiere von Hänsel und Gretel gibt es zu folgenden Terminen weitere Aufführungen: Am Samstag, 28. November, Sonntag, 29. November, Sonntag, 6. Dezember, Sonntag, 13. Dezember 1998. An allen Tagen wird jeweils um 14 und 17 Uhr gespielt.
Hänsel und Gretel spielen Christian Schneider und Janina Pimpl, Mutter und Vater sind Inge Friebertshäuser und Jürgen Kleinhans. Norbert Nüßchen und Walli Wühli sind Margret Rißeler und Ramona Sommer. Ilona Neumann ist die Hexe, Stephanie Kaszemek die Katze und Lothar Neumann Rudi Rabe. Als Souffleuse fungieren Helga Teinzer und Dagmar Rißeler. Den Bühnenbau haben Arnold Geselle und Franz Teinzer übernommen. Lothar Neumann hatte die Idee für das Bühnenbild und Uwe Hörl ist für die Technik zuständig. Um Maske und Kostüme kümmern sich Ilona Neumann und Karin Knobel. Die Regie hat Ilona Neumann. (ewa)

Die Volksbühne inszenierte das Märchen „Hänsel und Gretel“ mit vielen turbulenten Extras. Zur Premiere kamen rund 300 Besucher in den Kursaal.

Kinderliebling Norbert Nüßchen alias Margret Rißeler.

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1998: Alles wegen einer Nacht

Presse HNA 2.6.1998

Viel Trubel wegen „einer Nacht“

BAD Emstal. Bei der Volksbühne Bad Emstal laufen die Proben für den Schwank „Alles wegen einer Nacht“ auf Hochtouren. Aufgeführt werden soll das Stück von Erich Störmer nur einmal, nämlich beim Balhorner Frühlingsfest am nächsten Samstag, 6. Juni 1998, im Festzelt an der Schulturnhalle. In dem Stück geht es um einen Jungbauer, der die Tochter eines Landwirtspaares freien möchte. Doch weil es ehemals zu Streitigkeiten zwischen beiden Höfen kam, sind die Eltern nicht sehr erfreut. Wie der Jungbauer dann doch noch mittels einer List seine Angebetene bekommt, was ein geheimnisvoller Brief bei ihren Eltern anrichtet, und was der Knecht Wilhelm und die Magd Lina damit zu tun haben, soll nicht verraten werden. Nur soviel sei versichert, dass die Volksbühnenspieler nach bewährter Manier für viel Vergnügen sorgen werden. Das amüsante Verwirrspiel „Alles wegen einer Nacht“ beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist um 19.00 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf für sechs Mark nur in Balhorn bei der Familie Teinzer in der Bruchstraße 16, Tel. 05625/5528, und in der Gaststätte Reitze, Im Tor 7, Tel. 05625/1874. (zjg)

Rasant geht es zu in dem Stück der Emstaler Volksbühne. Und auch die Proben für die Premiere am kommenden Samstag laufen auf vollen Touren. (zjg)

Presse HNA 8.6.1998

Bauernbetten und Verwirrspiele

Drunter und drüber ging es beim Bauern Heinrich Müller in Balhorn. Schlag auf Schlag sorgten Verwicklungen für Lachtränen, selbst beim letzten Humormuffel im vollbesetzten Festzelt

Balhorn. Lang anhaltender, lautstarker Applaus, zwischendurch begeistertes Klatschen und herzerfrischende Lachsalven für ein perfektes Lustspiel, in dem totale Verwirrung um eine Nacht an der Tagesordnung waren. Der oft stürmische Beifall war aber auch Anerkennung für eine großartige Leistung aller Akteure vor und hinter den Kulissen. Gleich zwei Premieren gab es für die „Volksbühne Bad Emstal“ am Wochenende: einmal führte sie den Schwank „Alles wegen einer Nacht“ zum ersten mal nach einer langen und intensiven Probenarbeit auf, und zum anderen bauten sie erstmalig Ihre Kulissen in einem Festzelt auf.
Nach dem Öffnen des Vorhangs fanden sich die Zuschauer in einer ganz normalen guten Stube wieder, in der sich rund zwei Stunden lang ein oft hektisches moralisch-unmoralisches Treiben abspielte. Gepaart mit einer deftigen Dialektsprache und Anspielungen auf Balhorner Örtlichkeiten, wie das Wasserhäuschen am „Erzebach“.
Verwicklungen und Komplikationen sind geradezu vorprogrammiert, wenn ein junger Bauer ein Mädchen heiraten möchte, dessen Eltern nicht damit einverstanden sind. Doch der denkt sich eine List aus, innerhalb von 24 Stunden an sein Ziel zu kommen. Er steckt dem Vater und der Mutter je einen Zettel zu mit einer anonymen Verdächtigung, sie würden einander betrügen. Beide wollen sich gegenseitig prüfen und schicken die Magd und den Knecht unabhängig voneinander ins Schlafzimmer. Die nutzen die Gunst der Stunde, denn die Magd ist nicht nur naiv, sondern auch ein „liederliches Frauenzimmer“ und der Knecht kein Kostverächter. Das Verwirrspiel auf der Bühne steigert sich, jeder beschuldigt den anderen reichlich lautstark und es werden schon mal Prügel angedeutet. Betten werden auf der Bühne aufgeschlagen und die unterschiedlichsten Pärchen nehmen darin Platz.
Als nach rund zwei Stunden der Vorhang fiel war Christian am Ziel, er durfte seine Katrin nach einer kleinen Erpressung heiraten. Vor allem Lothar Neumann brannte als Bauer Heinrich Müller ein wahres Feuerwerk von Humor ab, und sorgte – wie schon so oft – für Gelächter und Szenenapplaus. In nichts stand ihm Margret Risseler, ein neues Gesicht bei der Volksbühne, nach. Als derbe Bäurin Agnes, die gerne temperamentvoll mit herumfuchtelnden Armen ihren Unmut ausdrückt, war sie eine glanzvolle Entdeckung, die man gerne auf der Volksbühne wiedersehen möchte.
In die Rolle des listigen Jungbauern Christian schlüpfte Jürgen Kleinhans ebenso wie Stephanie Sprenger, die als die verliebte Tochter Katrin gefiel. An den schauspielerischen Leistungen von Ilona Neumann konnte man sich schon öfter erfreuen, auch in diesem Stück war sie als Magd Lina ein wichtiger Stimmungsträger. Fast könnte man von Reinhard Wicke sagen, er spielte sich selbst – mit seiner natürlichen Begabung brachte der Balhorner Ortslandwirt als Knecht Wilhelm das Publikum wiederholt zum Lachen. Im Souffleusekasten saß Steffi Kaszemeck, auch ihr war der Erfolg der Aufführung mit zu verdanken, passte sie doch auf, dass kein „Hänger“ den Ablauf störte.
Einen Trost gibt es für alle, die den deftigen Schwank nicht gesehen haben; er wird, das versprach der Vorsitzende der Volksbühne, Lothar Neumann, im Oktober 1998 noch zweimal wiederholt und dann noch einmal am 29. Dezember. Es sollten schon jetzt Eintrittskarten bei der „Volksbühne Bad Emstal“ bestellt werden, weil sie erfahrungsgemäß schnell vergriffen sind. (zjg)

Presse HNA 5.8.1998

Volksbühne: Noch dreimal „Alles wegen einer Nacht“

BAD Emstal. Eigentlich wäre alles ganz einfach: Ein junger Mann möchte ein Mädchen heiraten. Das Schwierige daran aber ist, dass ihre Eltern nicht damit einverstanden sind. Aber da der junge Mann nicht auf den Kopf gefallen ist, wendet er eine List an, um doch noch in das Bett der Herzallerliebsten zu gelangen. Lothar Neumann hat versprochen: Die „Volksbühne Bad Emstal“ wird das Verwirrspiel „Alles wegen einer Nacht“, das zum Balhorner Dorftag die Zuschauer zu Lachtränen reizte, wiederholen. Jetzt hat der Vorsitzende neue Eintrittskarten gedruckt, und die Termine stehen entgültig fest: Am Samstag und Sonntag, 3. und 4. Oktober 1998, werden auf der Bühne im Kur- und Festsaal der Bauer Heinrich, die Bäuerin Agnes, der listige Jungbauer Christian, die verliebte Tochter Katrin, die temperamentvolle Magd Lina und der Knecht Wilhelm – übrigens ein echter Landwirt – zu sehen sein. Der Theaterspaß beginnt jeweils um 20 Uhr. Wer an beiden Terminen verhindert ist, der sollte sich den 29. Dezember 1998 vormerken, dann spielt die „Volksbühne“ zum letzten mal.
Karten gibt es im Vorverkauf bei Helga Teinzer, Balhorn, Bruchstraße 16, Telefon 05625/5528, in der Gaststätte Reitze, 05625/1874, bei der Gemeindeverwaltung und der Kurverwaltung in Sand. (zjg)

1997: Aschenputtel

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