2017: Der Brandner Kasper guckt ins Paradies

Informationen zum Stück siehe 2016

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2018: Jochen Malmsheimer

Dogensuppe Herzogin – ein Auszug mit Einlage

Am 19. Januar 2018 – Beginn 20.00 Uhr, Einlass 19.00 Uhr
in der Kulturhalle Wolfhagen, Kurfürstenstraße 20, 34466 Wolfhagen

Machen wir uns doch nichts vor: Kabarett ist dieser Tage wichtiger denn je!
Die gefühlte Arschlochdichte und Idiotenkonzentration, die Sackgesichtsüberfülle und Kackbratzendurchseuchung, die allgemeine, bimssteinerne Generalverblödung und präsenile Allgemeinabstumpfung, kurz: die cerebrale Fäulnis in diesem Land war, subjektiv gefühlt, immer schon hoch, aber nun läßt sich dieses trübe Faktum nicht mehr nur im Experiment nachweisen, sondern ist für uns alle, die wir über ein entwickeltes humanoides Sensorium, über Geist, Witz, Verstand und Geschmack, verfügen, fühlbar im Freiland angekommen.
Und dort im Freiland zeltet Jochen Malmsheimer, bereit, sich diesem geradezu enzephalen Unsinn in den Weg zu stellen, gegürtet mit dem Schwert der Poesie, gewandet in die lange Unterhose tröstenden Mutterwitzes und weiterhin unter Verzicht auf jegliche Pantomime.
Denn wie schon Erasco von Rotterdam wußte: Wer oft genug ans Hohle klopft, der schenkt der Leere ein Geräusch.

Malmsheimer_Mangiacasa©Agentur(2)

Vita:

Jochen Malmsheimer, geboren 1961 in Essen, ist ein vielfach preisgekrönter Kabarettist (u. a. Deutscher Kleinkunstpreis, Deutscher Kabarettpreis). In zahlreichen Bühnenprogrammen hat er eine ganz eigene Kunstform geschaffen: das epische Kabarett. Einem größeren Publikum wurde er vor allem durch seine regelmäßigen Auftritte bei „Neues aus der Anstalt“ (ZDF) bekannt. Sein künstlerisches Werk ist in dem jüngst erschienenen Band „Gedrängte Wochenübersicht – Ein Vademecum der guten Laune“ nachzulesen.

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2018: Rumpelstilzchen

Informationen zum Stück

Inhalt: Hätte er bloß nicht so angegeben vor dem König, der Müller Hafermehl. Er erzählte ihm nämlich, dass seine Tochter Amalia Stroh zu Gold spinnen könne. Als der König das hörte, nahm er die schöne Müllerstochter sofort mit auf sein Schloss und sperrte sie in das Verlies. Dort lag schon jede Menge Stroh, und der König verlangte von ihr, alles bis zum nächsten Tag zu Gold zu spinnen. Wenn ihr das nicht gelingt, dann würde es ihr schlecht ergehen. Aber wenn sie es doch schafft, dann würde sie Königin werden. In ihrer Verzweiflung weinte die arme Amalia bitterlich. Plötzlich erschien ihr ein Männchen und versprach, wenn sie ihm ihre Kette als Belohnung gäbe, dann würde es das ganze Stroh zu Gold spinnen. Und so geschah es dann …
Aber … ??? Würde dem König das Gold genügen? Wäre er zufrieden? Wird Amalia tatsächlich Königin? Und was führt das geheimnisvolle Männchen wirklich im Schilde?
Alle Fragen werden beantwortet, sobald es heißt: „Vorhang auf für Rumpelstilzchen“

Besetzung:

Premiere: Samstag, 1.12.2018, 15.00 Uhr
Kulturhalle Wolfhagen

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2017: Das Tapfere Schneiderlein

Informationen zum Stück

Inhalt: SIEBEN AUF EINEN STREICH!!! Das stickte sich das tapfere Schneiderlein auf eine Schärpe und zog damit hinaus in die Welt. Dass es nur sieben Fliegen waren, die auf seinem Musbrot saßen und denen er mit der Fliegenklatsche den Garaus gemacht hatte, behielt er lieber für sich. Der König hörte von dem Schneider und seiner Tat und wollte ihn unbedingt persönlich kennenlernen. Auch die Prinzessin war sehr gespannt auf einen so tapferen Mann. Als der Schneider bei seiner Ankunft im Schloss die hübsche Prinzessin sah, gefiel sie ihm so sehr, dass er den König ganz frech und forsch um ihre Hand bat. Der aber wollte dieser Heirat erst dann zustimmen, wenn der Schneider für ihn eine Aufgabe erledigen würde.
Welche Aufgabe das wohl sein wird und ob der Schneider die Prinzessin bekommt???

Besetzung:

Premiere: 25. November 2020, 15 Uhr
Kulturhalle Wolfhagen

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2017: Und alles auf Krankenschein

Informationen zum Stück

Inhalt: Ein ehrbares Hospital wird zum gnadenlos komischen Tollhaus der Verrücktheiten, in dem aus Ärzten im Handumdrehen salbungsvolle Pastoren oder auch Krankenschwestern werden. Und das alles nur, weil der 18-jährige Leslie seinen Vater Dr. Mortimore sucht und sich plötzlich mehreren Vätern gegenübersieht. Die falschen Papas und mehrere quietschvergnügte Leichen, von echten Polizisten gejagt, bilden gemeinsam ein schrill-vergnügtes Chaos.

Besetzung

Dr. David Mortimore – Manfred Damme
Rosemary Mortimore – Sabine Koch
Dr. Hubert Bonney – Jürgen Kleinhans
Dr. Mike Connolly – Christian Schneider
Oberschwester – Marika Bayer
Jane Tate – Katharina Girke
Leslie Tate – Tom Biedebach
Bill Lesley – Thomas Wolter/Lothar Neumann
Sir Willoughby Drake – Wieland Beinert
Sergeant Tom Connolly – Ottmar Bulle

Souffleusen – Pamela Riedel, Gudrun Lehmann
Bühnenbau – Arnold Geselle, Willi Heidl, Stephanie Hupfeld, Kathrin Kerber, Günter Kregelius, Walter Sartor, Lothar Neumann, Franz Teinzer
Frisuren – Petra Ledderhose
Licht und Ton – Uwe Hörl

Regie – Antje Hörl/Wieland Beinert

Premiere 15. April 2017 – 20.00 Uhr
Kulturhalle Wolfhagen

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Und alles gibt es auf Krankenschein


Volksbühne Bad Emstal probt neues Stück: Komödie von Ray Cooney hat am 15. April 2017 Premiere


Wolfhagen. Eine extrem turbulente und mitreißende Komödie probt die Volksbühne Bad Emstal. „Und alles auf Krankenschein“ heißt das Stück, der Autor ist Ray Cooney. In der Handlung wird ein ehrbares Hospital zum gnadenlos komischen Tollhaus der Verrücktheiten, in dem aus Ärzten im Handumdrehen salbungsvolle Pastoren oder auch Krankenschwestern werden.
Im Mittelpunkt steht ein Arzt, der vor 18 Jahre eine Affäre mit einer Krankenschwester hatte und dabei unwissentlich Vater wurde.
An einem Tag, da der Arzt Dr. Mortimore einen wichtigen Vortrag vor Ärztekollegen halten muss und Mortimores Frau anwesend ist, steht die einstige Affäre auf Mortimores Station – zusammen mit dem 18-jährigen Leslie, ihrem Sohn. Das passt Dr. Mortimore überhaupt nicht ins Konzept, denn erstens ist er ein glücklich verheirateter Mann und zweitens kann er jetzt, wo er doch Karriere machen kann, überhaupt keinen Skandal gebrauchen.
So kommt es, dass er von einer Verlegenheitslüge in die nächste fällt und bald nicht mehr aus noch ein weiß. Die Versuche des Dr. Mortimore, einen Schlamassel zu vermeiden, sind höchst komisch, das versprechen die beiden Regisseure der Volksbühne, Antje Hörl und Wieland Beinert. Die Premiere beginnt am Samstag, 15. April, um 20 Uhr in der Kulturhalle Wolfhagen.
Weitere Vorstellungen sind am 22. April, 6. Mai, 27. Mai, 3. Juni (alle um 20 Uhr), letztmalig am 5. Juni um 17 Uhr.

Volksbühne Bad Emstal probt für die Komödie „Und alles auf Krankenschein“ mit Wieland Beinert, Manfred Damme, Ottmar Bulle, Thomas Wolter und Christian Schneider. Foto: Privat

2016: Viel mehr als nur Musik

Auftritt der Foyer Singers begeisterte 250 Besucher im ausverkauften Kursaal

Sand. Eine leere Bühne. Ein dunkler Hintergrund mit einer Leinwand, auf dem ein Motiv von James Bond abgelichtet ist. Ein Knall zerreißt die Stille und schreckt die Zuschauer hoch. Dann standen sie auf der Bühne, die vier Damen und zwei Herren der Foyer Singers: Ebenfalls in Schwarz gekleidet begannen sie das zweistündige Konzert „Musik ist nicht genug“ in dem mit 250 Besuchern ausverkauften Kursaal in Bad Emstal mit bekannten Melodien aus James-Bond-Filmen. Weiter ging es mit Liedern aus Filmen wie „Rocky“, „Die Schöne und das Biest“ sowie „Tarzan“ und „Rapunzel“. Mit einer beeindruckenden Bandbreite der Gefühlsskala von heiter bis traurig und von zornig bis verliebt bewiesen Anita Eschborn, Alexandra Frost, Ute und Fabienne Lichtenberger, Johannes Matthias und Markus Wedde nicht nur ihr stimmliches Können.

Gewaltiges Potenzial

Das Musical ist ihre eigentliche Welt. Mit gewaltigem Stimmpotential und ihrem ganz eigenen Charme verzaubern sie das Publikum und entführen es in die Welt von „Elisabeth“, „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“, den „Graf von Monte Christo“ und die „Drei Musketiere“. Ihr komödiantisches Talent bewies das Ensemble bei dem Song „Herr im Haus“ aus „Les Miserables“. Bei einem Ausschnitt aus „Grease“ zeigten sie zudem professionellen tänzerischen Einsatz. Das Publikum klatschte begeistert mit. Nach der Pause ging es weiter mit den Ohrwürmern „Time of my life“ aus „Dirty Dancing“ und „I don’t know how to love him“ aus „Jesus Christ”. Mit viel Schwung zum Höhepunkt und gleichzeitig als Abschluss dann ein Medley von ABBA und Songs aus „Tanz der Vampire“.

Mehrere Zugaben

Das Publikum forderte eine Zugabe, die das Ensemble mit dem Tanz „Time Warp“ aus der „Rocky Horror Picture Show“ rasant und peppig erfüllte. Als Draufgabe gab es unplugged mit der Gitarre das Lied „The Rose“. Das Publikum honorierte es mit stehenden Ovationen. Lothar Neumann, der Vorsitzende der Emstaler Volksbühne, dankte dem Ensemble und ihrem Leiter Norbert Deforth anschließend mit einer Rose für ihre hervorragenden Darbietungen und einen vergnüglichen Abend.

Von Ursula Neubauer

Gelungener Auftritt: Das Ensemble der Foyer Singers wusste beim Auftritt im ausverkauften
Kur- und Festsaal in Bad Emstal-Sand nicht nur musikalisch zu überzeugen.

Foto: Neubauer

2016: Der Brander Kaspar guckt ins Paradies

Informationen zu Stück

Ein Spiel um Leben und Tod

von Franz von Kobell und Kurt Wilhelm,
in einer Fassung von Michael Sommer

Inhalt: Der Brandner Kasper – Witwer mit zwei im Krieg kämpfenden Söhnen und so gewieft wie rechthaberisch – lädt den Tod zum Kartenspielen und Trinken ein. Dabei schwatzt er ihm zwanzig weitere Lebensjahre ab – obwohl doch der Tod gekommen war, um ihn seinem Schicksal gemäß zu holen.
Im Himmel erfährt Petrus jedoch einige Jahre später von der Betrügerei des Brandner Kasper, amüsiert sich insgeheim darüber und schickt den Tod abermals auf die Erde, damit der seinen Auftrag endlich erfüllt. Doch der Brandner, dessen beide Söhne mittlerweile im Krieg gefallen sind, reagiert stur und beharrt auf den vollen 20 Jahren. Er will noch immer nicht ins Jenseits, ist aber doch neugierig genug, wenigstens für eine Stunde einen Blick ins Paradies zu werfen, und so fährt er mit dem Tod „nur zu Besuch.“
Im Himmel begegnet er seiner lange verstorbenen Frau und seinen Söhnen – die Wiedersehensfreude ist riesig und nun gefällt es ihm so gut, dass er beschließt, einfach oben zu bleiben!

Besetzung:

Kasper Brandner – Lothar Neumann
Der Wachtmeister – Manfred Altmann
Die Nachbarin – Dagmar Rißeler
Der Sohn – Jürgen Kleinhans
Der Schnitter – Marika Bayer
Petrus – Jürgen Kleinhans
Der Wachtengel – Manfred Altmann

A B S A G E

DER BRANDNER KASPER GUCKT INS PARADIES

„Wegen der akuten Erkrankung eines Spielers müssen wir die Aufführungen am 09. und 10.07. leider absagen. Wir bedauern dies außerordentlich. Bereits gekaufte Karten können dort zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden. Karten können auch an folgende Adresse geschickt werden: Volksbühne Bad Emstal, Antje Hörl, Teichecke 15, 34308 Bad Emstal. Bitte die Kontoverbindungsdaten beilegen!

Neue Termine in 2017 stehen bereits fest (siehe „akt. Spielplan“)

Premiere:
Samstag, 2. Juli 2016 – 20.00 Uhr
Außenbereich der Balhorner Kirche

Weitere Termine:
Sonntag, 3 Juli 2016, 17 Uhr
Samstag, 9. Juli 2016, 20 Uhr
Samstag, 10. Juli 2016, 20 Uhr

 

Presse

2016: Schneeweißchen und Rosenrot

Informationen zum Stück

Wichtige Mitteilung der Volksbühne Bad Emstal


Schneeweißchen und Rosenrot – Änderung!

(25.11.2016, 23.30 Uhr)

Aus schwerwiegenden technischen Gründen kann sehr zu unserem Leidwesen der Kursaal in Bad Emstal-Sand nicht genutzt werden, und so muss die heutige Premiere von Schneeweißchen und Rosenrot ausfallen.
Die beiden Aufführungen am Sonntag, 27.11. und wahrscheinlich auch alle weiteren Märchenaufführungen in diesem Jahr finden in der Turnhalle in Bad Emstal-Balhorn, Siedlungsstraße 27 (gegenüber der Grundschule Balhorn) statt.
Wir sind heute Vormittag im Vereinshaus der Volksbühne in der Burgstraße 1 in Balhorn (Kartenverkaufsbüro). Dort können die Premierenkarten zurückgegeben und nähere Infos eingeholt werden. Zur Aufführung von „Tratsch im Treppenhaus“ können wir zurzeit noch nichts sagen, werden Sie aber auf jeden Fall rechtzeitig informieren!

Wir sind sehr traurig über den neuerlichen Ausfall von Veranstaltungen im 29. Jahr der Volksbühne Bad Emstal, hoffen aber, dass unsere Zuschauer uns auch weiterhin die Treue halten werden. Wir sind dabei, eine dauerhafte Lösung dieses Problems zu suchen. So schnell geben wir nicht auf! Versprochen!

Neues Update (26.11.2016, 12.00 Uhr)

Wir können leider auch am Sonntag nicht spielen – dieses Wochenende fällt also komplett aus! Wir suchen im Moment fieberhaft nach einer neuen Spielstätte und hoffen, dass wir den nächsten Donnerstag, die nächsten beiden Wochenenden sowie Tratsch im Treppenhaus und Christian Ehring im Januar irgendwo im Umkreis stattfinden lassen können! Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass es klappt. Karten behalten dafür erst mal ihre Gültigkeit, wir informieren euch weiter!

Neue Aufführungsorte und -zeiten

Die Aufführungen unseres Weihnachtsmärchens „Schneeweißchen und Rosenrot“ finden nicht, wie üblich, im Kursaal in Bad Emstal statt,
sondern in der KULTURHALLE in WOLFHAGEN, an der Wilhelm-Filchner-Schule, Kurfürstenstr. 20, 34466 Wolfhagen.
Die Zeiten am Donnerstag, 01.12., bleiben wie gehabt um 09:00, 11:00 Uhr und 14:00 Uhr bestehen.
Die Anfangszeiten an den Wochenendtagen verschieben sich um eine halbe Stunde nach hinten!

Inhalt: Eine Mutter lebt mit ihren Töchtern, Schneeweißchen und Rosenrot genannt, allein in einem Häuschen im Wald. Alle Tiere des Waldes sind ihre Freunde und beschützen sie vor Gefahren, sogar ein Bär, den sie in ihr Haus einladen, ihm zu essen und zu trinken geben und mit ihm spielen. Als der Bär fortgehen muss, sind sie sehr traurig. Im Wald treffen sie einen Zwerg, der zwar ziemlich garstig ist – aber weil er in Schwierigkeiten steckt, helfen sie ihm trotzdem. Eines Tages treffen sie ihn wieder, und er wird sehr zornig, weil er einen Haufen Edelsteine vor sich hat, und will die beiden verwünschen. Da kommt ihnen der Bär zu Hilfe, und als die beiden Mädchen ihn wieder erkennen und sich sehr freuen, verwandelt sich der Bär zurück in einen Königssohn, denn der Zwerg hatte ihm seine Schätze gestohlen und ihn verwünscht. Schneeweißchen und der Königssohn verlieben sich ineinander, und auch Rosenrot verliebt sich in seinen Bruder. Die beiden Mädchen heiraten die Königssöhne und werden glücklich bis an ihr Lebensende.
In unserem Märchen spielen auch noch Elli und Eddi Ente eine Rolle – Geschwister, die sich dauernd streiten, aber zusammenhalten, wenn es gefährlich wird. Sie teilen sich den Tümpel, in dem sie leben, mit Mama Frosch und Feline, ihrem Froschkind. Wie das geht? Das seht ihr bei uns auf der Bühne!

Besetzung:
Schneeweißchen – Katharina Girke
Rosenrot – Jasmin Rißeler
Mutter – Sabine Koch/Dagmar Rißeler
Bär – Jürgen Kleinhans
Zwerg – Pamela Riedel
Rabe – Tom Biedebach
Eddi Ente – Ilona Neumann/Christian Schneider
Elli Ente – Stephanie Hupfeld/Stephanie Pante
Mama Frosch – Iris Altmann
Feline, ihr Froschkind – Jana Müller
Lutz, ein Wanderer – Manfred Altmann/Lothar Neumann

Regie: Stephanie Hupfeld, Ilona Neumann
Ton- und Lichttechnik: Ottmar Bulle/Uwe Hörl
Bühnenbild/Idee: Lothar Neumann/Regie-Team
Bühnenbild/Bau: Arnold Geselle, Willi Heidl, Kathrin Kerber, Lothar Neumann

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2016: Er ist wieder da … Total verglupt

Am 23. Januar 2016 um 20.00 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr)
im Kur- und Festsaal Bad Emstal Sand, Karlsbader Str. 4

In seinem neuen Programm „Total verglupt“ hat Thomas Glup eine Vielzahl an Erlebnissen seiner Rathaus- und historischen Stadtführungen sowie aus seinem Privatleben verarbeitet. Freuen darf sich das Publikum aber auch auf so manche Anekdote aus seinem „Beamtendasein“ bei der Stadt Essen. Wüsste man es nicht besser, man könnte glauben, die Geschichten seien erfunden. Aber Thomas Glup ist der festen Überzeugung: Die besten Geschichten schreibt das Leben… und die Stadtverwaltung.

Thomas Glup war bereits als Heinz Erhardt und Pater Veit Martin bei uns zu Gast!

Thomas Glup

Schlaf auf Stempelkissen

Thomas Glup begeistert im ausverkauften Kursaal mit Beamtensatire

Bad Emstal. Das alte Telefon schrillt zwischen Aktenbergen und Amtsschimmel. „Bitte lass mich nicht zuständig sein“, schickt Thomas Glup sein tägliches Stoßgebet gen Himmel, während er die Zeitung zur Seite legt und tapfer in sein Tagwerk zwischen Aktenvermerk, Verfügung und Verwaltungsakt startet. Der hat in der Welt der Beamten allerdings nichts mit dem Akt im herkömmlichen Sinn zu tun, erst recht nicht mit dem Akt, aus dem menschliches Leben entsteht. „Geht ja auch gar nicht, entsteht in Behörden doch nie etwas mit Hand und Fuß, wird nichts mit Herz und Liebe gemacht und schon gar nicht irgendetwas innerhalb von neun Monaten fertiggestellt.“ Die Watschen sitzen, und Thomas Glup hat sein Publikum im ausverkauften Kur- und Festsaal im Nu auf seiner Seite. „Beamte sind eben auch nur Menschen“, heißt das neue Programm des Essener Humoristen, der längst ein alter Bekannter der Emstaler ist. Zigfach ist er bereits der Einladung der Volksbühne gefolgt, zuletzt in seiner Paraderolle als Heinz Erhardt.

Intelligenter Humor

Auch der taucht am Samstagabend immer mal wieder auf, wenn Glup munter durch irrwitzige Paragraphen wandelt, hanebüchene Gesetzestexte auseinander nimmt und mit intelligentem Humor tiefe Einblicke in die Arbeitswelt und das Gefühlsleben des „Homo beamticus“ gewährt. Blauer Fleck auf der Stirn des Abteilungsleiters? Na klar, der ist mal wieder auf dem Stempelkissen eingeschlafen. Sämtliche Klischees werden bedient, was besonders viel Spaß macht, wenn er die Absurditäten der Amtssprache aufs Korn nimmt. Beamte haben eben ihre eigene Ausdrucksform. Da wird in der verwaltenden Welt ein simples Drehkreuz zur „Personenvereinzelungsanlage“, ein Stammbuch zum „Lebensberechtigungsschein“ und eine Kuh gar zur „Raufutter verzehrenden Großvieheinheit“. Irgendwie gelingt es Glup, dass man als Zuschauer im Laufe seines zwerchfellstrapazierenden Programms im Emstaler Kursaal die Spezies Beamter lieb gewinnt. Vielleicht auch, oder gerade weil er selbst ihr angehört. Seit über zwei Jahrzehnten nämlich ist der Mann mit dem subtilen Humor bei der Stadtverwaltung in Essen beschäftigt. Er weiß, wovon er spricht. Wieviel von dem Vorgetragenen nun tatsächlich der Wahrheit entspricht, das wird wohl für immer zwischen Aktenbergen und Amtsschimmel verborgen bleiben.

Von Sascha Hoffmann

2016: Lothar Neumann leitet seit fast 30 Jahren die Volksbühne Bad Emstal

Regisseur und Schauspieler: Mit Leib und Seele fürs Theater

Balhorn. Im Wolfhager Land gibt es eine Handvoll Amateurtheater. Wir stellen Menschen vor, die sich im besonderen Maße für ihr Theater engagieren.

„Zum Theaterspielen bin ich gekommen, weil ich meine große Klappe nicht halten konnte“, sagt Lothar Neumann (56) aus Balhorn und lacht. Er hatte sich vor Jahren über eine Aufführung der Theatergruppe der „Naturfreunde Emstal“ lautstark geärgert. Aber Inge Friebertshäuser, die damalige Chefin, packte Lothar Neumann bei der Ehre mit den Worten, „er solle nicht nur meckern, sondern es besser machen“. Und ehe er sich versah, stand er in der Rolle eines jugendlichen Liebhabers zum ersten Mal auf der Bühne.

Damit nahm das Schicksal seinen Lauf. Einige Jahre lang spielte er verschiedene Rollen bei den „Naturfreunden Emstal“, bevor er zusammen mit einigen Mitgliedern 1987 die Volksbühne Emstal gründete. Seit fast dreißig Jahren ist er nicht nur Vorsitzender, Regisseur und Darsteller beim Amateurtheater, sondern schreibt selber Theaterstücke und bearbeitet vor allem Brüder Grimm Märchen.

Obwohl Lothar Neumann betont, dass das Vereinsgeschäft Teamarbeit sei und sie alle wie eine große Familie agieren, ist er der „große Zampano“, der „Übervater“ im Verein. Von sich selber sagt er sogar, dass er ein bisschen wie ein Diktator sei, aber ein liebenswerter. Und so wie in jeder richtigen Familie gibt es auch lautstarken Streit. Aber sie raufen sich alle wieder zusammen, denn sie haben ein gemeinsames Ziel: ein Theaterstück auf die Bühne zu bringen und es zu einem unvergleichlichen Erlebnis für den Zuschauer werden zu lassen.

Das ist ihnen mit ihrem Programm, ein Erwachsenstück (meist Boulevardkomödie) und ein Märchen für Kinder pro Jahr, bisher gut gelungen. Von den 130 Mitgliedern des Vereins sind etwa 40 aktiv auf und hinter der Bühne in Bad Emstal tätig sowie im Vereinshaus in Balhorn. Sorgen bereitet dem Verein vor allem der fehlende Nachwuchs. Junge Männer braucht der Verein dringend.

Ehefrau spielt mit

Ohne die Unterstützung der eigenen Familie ginge gar nichts, beteuert Lothar Neumann. Mit Ehefrau Ilona habe er das große Los gezogen. Überhaupt ist sie daran schuld, dass er nach Balhorn gekommen ist. Gebürtig ist er aus Morschen und von Beruf Kaufmann. Sie haben sich bei der Arbeit kennengelernt, und er folgte seiner Ilona nach Balhorn. Beide arbeiten in einer Gastwirtschaft im Dorf. Seine Ehefrau ist ebenfalls im Theaterverein als Regisseurin und Darstellerin tätig. Wenn Lothar Neumann während seines Urlaubs ein Märchenstück neu schreibt, ist Ilona seine erste und schärfste Kritikerin.

Im Jahr 2013 wurde Lothar Neumann mit der Ehrennadel des Landes Hessens für seine Arbeit gewürdigt. Durch sein Engagement und seine Kreativität hat die Volksbühne Bad Emstal große Popularität in der Region erreicht.

Von Ursula Neubauer

Lothar Neumann in seiner Lieblingsrolle: Schustergeselle Matten im Stück
„Meister Anecker“. Die Volksbühne Bad Emstal führte das Stück erstmals 1996 auf.

Foto: Neubauer