2005: Tratsch im Treppenhaus

Vorstellung 2005

Volksbühne Bad Emstal – Vorbestellung für nächsten Dezember möglich

BAD Emstal. Nahezu drei Stunden Amüsement in der vollbesetzten Kur- und Festhalle, immer wieder vergnügtes lautes Lachen sowie kräftiger Applaus während und nach dem Schwank „Tratsch im Treppenhaus“ für das Theater-Team der Volksbühne Bad Emstal. Mehr Erfolg kann es für eine Amateurbühne wohl kaum geben.

„Es geht ja nichts über eine gute Hausgemeinschaft“, säuselt Meta Bolt (die Hauptrolle spielt höchst engagiert Ilona Neumann) und tyrannisiert mit ihrem Tratsch, mit Lügereien und übler Nachrede ihre Mitbewohner. Doch Steuerinspektor a. D. Ewald Brummer mit dem norddeutschen Dialekt (Lothar Neumann wieder einmal in einer Paraderolle), sein netter Neffe Dieter (Jürgen Kleinhans), die gutmütige Hanne Knoop (Dagmar Risseler) und deren hübsche Untermieterin Heike Seefeldt (Steffi Sprenger) schließen sich zusammen und erteilen mit Hilfe von Heikes Vater (Michael Rother) der Klatschtante eine heilsame Lektion, die zudem noch den gut proportionierten Schlachtermeister und Hausbesitzers Bernhard Tramsen (Manfred Altmann) trifft.

Auch künftig will die Volksbühne Bad Emstal jeweils am 29. Dezember das von Jens Exler geschriebene Stück „Tratsch im Treppenhaus“ aufführen, um ihrem alltagsmüden Publikum Entspannung – gute Inszenierung und tolle Darstellung dennoch inbegriffen – in absolut leicht verdaulicher Form zu bieten. Auch wenn dem Publikum – das sagte ein Besucher aus Kassel – die Erinnerung an die Aufführung des Hamburger Theaters in noch guter Erinnerung ist, wollten er und die vielen anderen Gäste sich dem schönen Gefühl der Heiterkeit noch einmal gerne hingeben. Fazit: Eine geschlossene Leistung des Teams vor und hinter der Bühne – auch dank der Regieführung von Ilona Neumann.

Karten für die nächste Aufführung „Tratsch im Treppenhaus“ am Freitag, 29. Dezember 2006 können schon jetzt bei Helga Teinzer, Balhorn, 05625/5528, vorbestellt werden. (Sigrid Hellwig)

Viel Tratsch: Die Volksbühne Bad Emstal begeisterte ihr Publikum mit dem Schwank.

Beherrschten ihre Rollen: Manfred Altmann und Ilona Neumann. (Fotos: ZJG)

2006: Das Waldhaus

Informationen zum Stück

Premiere am 18. November 2006, 17 Uhr, neue Bühne im Kur- und Festsaal Bad Emstal-Sand

Besetzung:

Vater – Michael Rother
Mutter – Iris Altmann
Klara – Stephanie Hupfeld, Janina Pimpl
Martha – Sandra Reitze
Hanna – Jessica Heinze
Freddy Frechdachs – Christian Schneider, Ilona Neumann
Sultanine – Margret Risseler
Alter Mann – Manfred Altmann
Hähnchen – Ottmar Bulle
Hühnchen – Mike Möller
Kuh – Inge Friebertshäuser
Prinz Maximilian – Jürgen Kleinhans
Waldemar, Diener – Frank Weymann
Elsa, Köchin – Inge Geselle
Mathilde, Kammerfrau – Christel Post

Erzähler: Willi Heidl, Lothar Neumann
Souffleusen: Helga Teinzer, Dorothea Weymann
Bühnenbild/Idee: Lothar Neumann
Bühnenbau: Torsten Köppelmann, Franz Teinzer, Arnold Geselle
Bühnenaufbau unter Mithilfe von
Willi Heidl, Walter Sartor, Horst Rother
Technik: Uwe Hörl, Herbert Degenhardt
Maske: Ilona Neumann, Stephanie Hupfeld,
Andrea Schmolke
Regie: Ilona Neumann, Stephanie Hupfeld

Wir danken allen fleißigen Helfern vor und hinter den Kulissen. Unser besonderer Dank gilt der Waldbühne Niederelsungen für die Leihgabe einiger Kostüme.

Inhalt:

Da dieses Märchen relativ unbekannt ist, möchten wir hier gern unseren Zuschauern eine leicht gekürzte und veränderte Fassung des Original-Märchens zum Nachlesen anbieten. Natürlich sieht unsere Inszenierung – wie immer – noch etwas anders aus, und auch das eine oder andere Überraschungstier wird wieder auftreten!

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In einer kleinen Hütte mitten im Wald lebte ein Holzhauer mit seiner Frau und drei Töchtern. Eines Tages sagte er zu der Frau: „Ich will hinaus in den Wald, arbeiten gehen. Schick unsere älteste Tochter mit dem Essen hinaus. Ich will ihr Hirse auf den Weg streuen, damit sie sich nicht verirrt.“

Aber die Hirse wurde von den Vögeln aufgepickt, und so irrte das Mädchen bis zur Dunkelheit im Wald umher, bis es an ein Haus kam, das hell erleuchtet war. Dort wollte es anklopfen und um ein Nachtlager bitten.

Als es geklopft hatte, sagte eine Stimme „Herein!“. So trat das Mädchen ein und sah einen uralten Mann mit langem weißen Bart in der Hütte sitzen. Neben ihm am Ofen aber lagen ein Hühnchen, ein Hähnchen und eine bunt gescheckte Kuh. Das Mädchen erzählte dem Alten sein Schicksal und bat um ein Nachtlager.
Der Mann sprach:
„Schön Hühnchen,
Schön Hähnchen
Und du schöne bunte Kuh,
Was sagst du dazu ?“

„Duks !“ antworteten die Tiere, und das musste wohl heißen „wir sind es zufrieden“, denn der alte Mann sprach weiter: „Koch uns ein Abendessen, du findest in der Küche alles, was du brauchst.“ Und das Mädchen kochte ein gutes Essen, aber an die Tiere dachte es nicht. Als es nun fertig war mit Essen, sagte es: “ Nun bin ich müde, wo ist ein Bett, in das ich mich legen kann?“Die Tiere antworteten:
„Duks!“
„Du hast mit ihm gegessen,
Du hast mit ihm getrunken,
Du hast an uns gar nicht gedacht,
Nun sieh auch, wo du bleibst die Nacht.“

Da sprach der Alte: „Steig nur die Treppe hinauf, so wirst du eine Kammer mit einem Bett finden. Schüttle die Laken auf und leg dich nur schlafen.“ Das Mädchen tat, wie ihm geheißen und schlief auch sofort ein. Aber der Alte kam in die Kammer, sah das Mädchen an, schüttelte den Kopf, öffnete eine Falltür und ließ es in den Keller sinken.

Zu Hause beim Holzfäller aber wunderte man sich, warum das Mädchen das Essen nicht gebracht hatte. Der Holzfäller sagte aber nur: „Nun, es wird sich verlaufen haben und schon wieder heimkommen. Schicke mir morgen unsere zweitälteste Tochter mit dem Essen hinaus. Diesmal will ich Linsen ausstreuen, die kann es besser sehen als die Hirse.“

Aber der zweiten Tochter erging es gerade ebenso wie der Ältesten: Auch sie kam an die Hütte des Alten und klopfte an und bat um ein Bett für die Nacht. Und die Tiere antworteten genauso: „Duks“. Das Mädchen kochte wieder ein Essen für sich und den Alten, vergaß aber die Tiere. Und als es ebenfalls in der Kammer schlief, ließ der Alte auch dieses Mädchen in den Keller sinken.
Der Holzhacker wollte nun am dritten Tag, dass die jüngste Tochter ihm sein Essen brachte. Die Mutter hatte Angst, dass auch sie sich verläuft und sie dann keine ihrer Töchter mehr hätte. Aber der Mann beruhigte sie: „Unsere Jüngste ist immer gut und folgsam gewesen, sie wird sich nicht verirren. Außerdem will ich diesmal Erbsen mitnehmen, die kann sie nicht übersehen.“

Aber auch die Erbsen wurden von den Waldtieren aufgepickt, und auch das jüngste Mädchen kam zu dem Alten und bat um ein Nachtlager. Als nun aber auch es ein Essen kochen sollte, sprach es: „Aber was ist denn mit den lieben Tieren, die wollen doch auch versorgt sein.“ Und dabei strich es dem Hühnchen und dem Hähnchen liebevoll über die Federn, die Kuh aber kraulte es zwischen den Hörnern. Dann brachte es zuerst ihnen frisches Heu und frische Körner und stellte einen großen Eimer Wasser dazu. Dann erst setzte es sich zu dem Alten an den Tisch und aß das, was er ihm übrig gelassen hatte.

Als das Mädchen sah, dass die Tiere einzuschlafen begannen und auch der Alte den Kopf auf den Tisch legte, fragte es: „Wollen wir denn nicht schlafen gehen?“. Und auch jetzt wieder fragte der Alte zuerst die Tiere.
Diese aber antworteten diesmal:
Duks!
Du hast mit uns gegessen,
Du hast mit uns getrunken,
Du hast uns alle wohlbedacht,
Wir wünschen dir eine gute Nacht.“

Das Mädchen räumte Teller und Schüsseln weg, wusch alles ab und sagte dann gute Nacht. Es stieg die Treppe hinauf, kam wie ihrer zwei Schwestern zu der Kammer und legte sich zum Schlafen hin.

Mitten in der Nacht fing ein mächtiges Brausen an. Es knarrte an allen Ecken und Enden, die Türen sprangen aus den Angeln, und dann war ein Krach, als ob das ganze Haus zusammen fiele. Das Mädchen war wach geworden und hatte auch Angst, aber da es wieder still wurde und ihm nichts geschehen war, schlief es wieder ein und wurde erst wach, als die Sonne schon am Himmel stand.

Doch was sah es da! Die alte Hütte war nicht mehr, aber an ihrer Stelle stand ein schönes Schloss! Die Kammer, in der sie geschlafen hatte, war ganz verwandelt in ein prächtiges Zimmer, und als es staunend die Treppe hinunter kam, saß da kein alter Mann mehr, sondern ein wunderschöner, junger Prinz, prächtig gekleidet und geschmückt! Die Tiere waren verschwunden, aber an ihrer Stelle standen drei reich gekleidete Diener und fragten nach ihren Wünschen. Vor Verwunderung konnte das Mädchen gar nicht sprechen, und so fing der junge Prinz zu reden an: „Ich bin ein Königssohn und war von einer bösen Hexe verwünscht worden, als ein alter, eisgrauer Mann in dem Wald zu leben, niemand durfte um mich sein als meine drei Diener in der Gestalt eines Hühnchens, eines Hähnchens und einer bunten Kuh. Und wir sollten erst wieder erlöst werden, wenn ein Mädchen zu uns käme, das nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren gegenüber von Herzen gut wäre. Und das bist du gewesen, und heute um Mitternacht sind wir durch dich erlöst und das alte Waldhaus ist wieder in meinen königlichen Palast verwandelt worden.“

Das Mädchen kam aus dem Staunen gar nicht heraus, doch plötzlich fielen ihm wieder die Schwestern ein: „Wo sind sie, waren sie auch hier bei dir?“ Der Prinz antwortete:“ Deine Schwestern haben nicht an meine Tiere gedacht, sondern nur an sich selbst. Deshalb habe ich sie in den Keller gesperrt. Doch wir zwei wollen jetzt Hochzeit feiern, und sie konnten im Keller lange genug über ihre Selbstsucht nachdenken. Bei unserem großen Fest sollen sie wieder dabei sein dürfen.“ Und er befahl einem der Diener, die Schwestern zu holen, den anderen aber schickte er in den Wald, die Eltern des Mädchens zur Hochzeit einzuladen, und alle zusammen feierten sie ein wunderschönes Hochzeitsfest.  Antje Hörl

Presse HNA vom 05.10.2006

Sultanine im Wald

Volksbühne probt Märchen der Brüder Grimm

BAD EMSTAL. Der Hahn braucht noch eine gelbe Strumpfhose, das Kamel dagegen hat schon sein braunes Gewand an. Grimm-Kenner wissen, dass im Märchen „Das Waldhaus“ kein Kamel vorkommt – in der Version der Volksbühne Bad Emstal aber schon. Neben Freddy, dem Dachs, gehört auch Kamel Sultanine zu den tierischen Akteuren.

Vor 16 Jahren entschloss sich die Volksbühne, jedes Jahr zur Weihnachtszeit ein Märchen für die ganze Familie auf die Bühne im Kur- und Festsaal zu bringen. Immer sollte es ein Märchen der Brüder Grimm, das stand von Anfang an fest. Doch die ersten gekauften Theaterfassungen hatten für den Vorsitzenden Lothar Neumann einen großen Nachteil: „Die Kinder werden zu wenig in das Geschehen eingebunden.“ Das war der Anstoß für ihn, die Fassungen für die nächsten Aufführungen selber zu schreiben. Die in den Märchen meist vorkommenden Grausamkeiten schwächte er ab oder stellte sie anders dar. Jedes Mal eine echte Herausforderung für den heute 46-Jährigen.

Entscheidend für die Auswahl eines Märchens ist für Neumann, ob seine Schauspieler in die Rolle passen. Nur so könne er die Dialoge auf die Personen zuschreiben, auch wenn Frage- und Antwortspiele nicht immer leicht zu formulieren seien. Doch Lothar Neumann, dessen unverzichtbare Hilfe beim Schreiben seine Frau Ilona ist, hält sich bei seiner Neufassung der Märchen nicht immer an die Vorlage. Er baut Fantasiefiguren ein – als die Mittler zwischen dem Publikum und den Schauspielern.

Dieses Rezept behält Lothar Neumann auch beim Märchenstück „Das Waldhaus“, das im November und Dezember aufgeführt wird, bei mit Kamel und Dachs, die nicht zum Märchen der Brüder Grimm gehören, bei. Das Märchen spielt in einer kleinen Hütte mitten im Wald, in der ein alter Mann mit seinen drei Tieren, dem Hühnchen, dem Hähnchen und der bunten Kuh wohnt. Zu ihnen verirren sich nacheinander drei Schwestern, die beiden älteren wenig rücksichtsvoll, die jüngere aber sehr mitfühlend mit den Tieren: Sie bewirkt damit ein echtes Märchenwunder – die totale Verwandlung der Hütte und ihrer Bewohner.

Regie beim „Waldhaus“ führen Ilona Neumann und Stephanie Hupfeld. (zjg)

Tierisch: Stephanie Hupfeld, Ottmar Bulle und Margret Risseler (von links) (Foto: zjg)

Presse HNA vom 18.11.2006

Geheimnis im Waldhaus

Heute ist Premiere im Kursaal: Volksbühne Bad Emstal zeigt Märchen für Jung und Alt

BAD EMSTAL. Heute ist der Tag, dem die Akteure der Volksbühne Bad Emstal schon lange entgegen fiebern: Für „Das Waldhaus“ hebt sich um 17 Uhr im Kursaal zum ersten Mal der Theatervorhang.

„Das Waldhaus“ ist ein Stück für Jung und Alt – ein Märchen der Brüder Grimm in einer Neubearbeitung von Lothar Neumann: Drei Mädchen werden eine nach der anderen in den Wald geschickt. Sie finden nicht mehr zurück und gelangen zu einem Haus, in dem ein alter Mann, ein Hahn, eine Henne und eine Kuh wohnen.

Die beiden älteren Schwestern sind unfreundlich und werden deshalb in den Keller gesperrt. Die jüngste Schwester ist freundlich zu den Tieren, füttert sie und erlöst somit alle von ihrer Verzauberung: Der alte Mann erscheint nun als Prinz, die Tiere als seine Diener. Nach der Premiere am heutigen Samstag, 18. November, folgen weitere Vorstellungen am: 19. November, 14 und 17 Uhr, am 25. November, 14 und 17 Uhr, am 26. November, 14 und 17 Uhr, am 3. Dezember, 11, 14 und 17 Uhr, am 9. Dezember, 14 und 17 Uhr sowie am 10. Dezember, 14 und 17 Uhr. Einlass ist jeweils eine Stunde vor Beginn.

Die Karten – es gibt noch einige für alle Vorstellungen, die Volksbühne empfiehlt jedoch, den Vorverkauf zu nutzen – kosten sechs Euro für Kinder und 7,50 Euro für Erwachsene.
Vorbestellung: Helga Teinzer, Balhorn, 05625/5528, oder E-Mail an: vbe1987@aol.com. Infos unter: www.volksbuehne-bad-emstal.de (bic)

Tierisch lustig und spannend: Mit dem Märchen vom Waldhaus hat die Volksbühne Bad Emstal (hier ein Probenfoto) heute im Kursaal am Thermalbad Premiere.
(Foto: nh)

Presse HNA vom 20.11.2006

Frechdachs erobert Herzen

Gelungene „Waldhaus“-Premiere

BAD EMSTAL. „Mir hat das Kamel soooo gut gefallen“, sagten Lea und Tim. Jannis dagegen schwärmte von Freddy, dem Frechdachs. Das war in der Pause, doch zu Anfang hielten es die Kinder im Kur- und Festsaal in Sand nicht mehr auf ihren Plätzen, mit Spannung erwarteten sie die Premiere der Volkbühne Bad Emstal. In diesem Jahr stand unter der Regie von Ilona Neumann und Stephanie Hupfeld das Märchen „Das Waldhaus“ der Brüder Grimm auf dem Programm.

Nachdem der Erzähler (Willi Heidl/Lothar Neumann) „Hört von mir nun die Geschichte von den Mädchen derer drei…“ gesungen hatte, brachten 16 Amateurschauspieler dank der langen und sorgfältigen Vorbereitung ein reizvolles Zusammenspiel von überzeugenden schauspielerischen Leistungen, prachtvollen Kostümen und Szenenbildern auf die Bühne. Seit inzwischen 19 Jahren hat die Volksbühne Erfolg mit ihren Theaterabenden, gleich ob mit Komödien oder Märchen. Auch diesen Premierenabend honorierten am Ende nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen immer wieder mit Szenenapplaus und großem Schlussbeifall.

Großartig besetzt waren alle Rollen, und die Schauspieler liefen immer wieder zu Hochform auf. Liebling des Abends wurde schnell das Kamel Sultanine (Margret Risseler), das vom Sultan verstoßen wurde und erst zurück durfte, wenn es durch ein Nadelöhr passt. Und da war noch Freddy, der Frechdachs (Christian Schneider), der ebenso schnell vom jungen Publikum ins Herz geschlossen wurde.

Lothar Neumann, der die Bühnenfassung für das Märchen schrieb, hat beide Figuren in die Geschichte eingebaut – eine gute Idee, die besonders beim Nachwuchs Wirkung zeigte. Das Märchen erzählt von einer kleinen Hütte im Wald, in der ein alter Mann (Manfred Altmann) mit seinen drei Tieren, dem Hühnchen (Mike Möller), dem Hähnchen (Ottmar Bulle) und der bunten Kuh (Inge Friebertshäuser) wohnt. Zu ihnen verirren sich nacheinander die beiden egoistischen Schwestern Klara (Janina Pimpl/Stephanie Hupfeld), Martha (Sandra Reitze). Sie werden freundlich aufgenommen, doch so wenig umsichtig die beiden älteren Mädchen sind, so mitfühlend zeigt sich die jüngere Schwester Hanna (Jessica Heinze) und bewirkt damit ein echtes Märchenwunder: Die Verwandlung der ärmlichen Hütte und ihrer Bewohner. Wiederum hatten die Volksbühnenspieler alle Inszenierungsmöglichkeiten mit Licht- und Toneffekten ausgeschöpft (zuständig waren Uwe Hörl und Herbert Degenhardt). In weiteren Rollen waren Jürgen Kleinhans, Frank Weymann, Inge Geselle, Christel Post zu sehen. Bei der Maske half Andrea Schmolke, für den Bühnenbau sorgten Torsten Köppelmann, Franz Teinzer, Arnold Geselle, Willi Heidl, Walter Sartor und Horst Rother. Beim Bühnenaufbau halfen Willi Heidl, Walter Sartor. Es soufflierten Helga Teinzer und Dorothea Weymann. (Sigrid Hellwig)

Hört von mir die Geschichte: Willi Heidl ist einer der Märchen-Erzähler (Fotos: Hellwig)

Prachtvolle Kostüme: Jürgen Kleinhans, Frank Weymann, Jessica Heinze, Inge Geselle und Christel Post

Zwiegespräch: Die jüngste der drei Schwestern (Jessica Heinze, hier mit Iris Altmann) bewirkt ein Wunder im Waldhaus.

Bildergalerie

Lagebesprechung …                                                                                                                                                                             Herr der Töne

Gesichtsgymnastik

Klara vor dem Waldhaus

Die Tiere warten auf ihre Rettung

Hanna denkt auch an die Tiere

Hanna darf im Bett des alten Mannes schlafen …

… und in einem Schloss aufwachen.

Freddy verzweifelt: „Wo ist Hanna?“

Tiere und alter Mann werden …

… wieder zurück verwandelt …

… in Prinz und Dienerschaft.

Hanna sieht ihre Eltern wieder.

Klara und Martha dürfen wieder aus dem Keller.

Sultanine geht durchs Nadelöhr und freut sich.

Der Prinz und Hanna heiraten.

Und alles freut sich.

2006: Die Spanische Fliege

Informationen zum Stück

Premiere am Ostersamstag, 15. April 2006, 20 Uhr, Kur- und Festsaal Bad Emstal

Inhalt:

Die guten alten Zeiten! Um 1900 war die Welt noch in Ordnung. Töchter waren brav und hörten auf ihre Eltern, Ehemänner waren treu, und die Erde war eine Scheibe…
Natürlich trifft Paula sich heimlich mit Rechtsanwalt Gerlach, und der Herr Papa, Ludwig Klinke, seines Zeichens Mostrichfabrikant, hatte in jungen Jahren eine Liebschaft mit der „Spanischen Fliege“, einer Bar-Tänzerin – was nicht ohne Folgen blieb und ihm monatliche Unterhaltszahlungen bescherte, die er natürlich vor seiner Frau, Vorsteherin des örtlichen Sittlichkeitskomitees, geheim halten muss. Nun erscheint der von Mutter Klinke für Paula vorgesehene Sohn einer Freundin, den Klinke für seinen unehelichen Sprössling hält und der sich wiederum in Paulas Cousine verliebt, in dem Glauben, dies sei eigentlich Paula. Die große Verwirrung ist perfekt…

Besetzung:

Ludwig Klinke, Mostrichfabrikant – Lothar Neumann
Emma, seine Frau – Iris Altmann
Paula, deren Tochter – Andrea Schmolke
Eduard Burwig, Reichstagsabgeordneter – Michael Rother
und Emmas Bruder
Wally, seine Tochter – Janina Pimpl
Alois Wimmer, Emmas Schwager – Ottmar Bulle
Dr. Fritz Gerlach, Rechtsanwalt – Jürgen Kleinhans
Anton Tiedemeier – Manfred Altmann
Gottlieb Meisel – Willi Heidl
Mathilde, dessen Frau- Ilona Neumann
Heinrich, deren Sohn – Christian Schneider
Marie, Wirtschafterin bei Klinke – Jessica Heinze

Souffleuse: Iris Degenhardt
Bühnenbau: Torsten Köppelmann, Franz Teinzer, Arnold Geselle
Technik: Uwe Hörl, Herbert Degenhardt
Maske: Ilona Neumann, Steffi Sprenger, Andrea Schmolke
Regie: Ilona Neumann, Steffi Sprenger

Presse HNA vom 20.01.2006

Rosita und die ehrbaren Herren

Volksbühne probt für den Schwank „Die spanische Fliege“

BAD EMSTAL. Die Schauspieler der Volksbühne Bad Emstal haben Spaß. Lautes Lachen dringt aus dem Vereinshaus, und die Nachbarn wissen Bescheid: Aha, Senorita Rosita umgarnt mal wieder die Männer. Doch trotz allen Vergnügens, das die Spieler am Schwank „Die spanische Fliege“ des Autorengespanns Franz Arnold/Ernst Bach bereitet – die Probenarbeit wird durchaus ernst genommen, denn in knapp drei Monaten ist Premiere für dieses Stück, das in eine Welt entführen soll, in der alles noch seine Ordnung hatte, sogar das Chaos. Für Letzteres sorgt „Die spanische Fliege“, wie die Tingeltangel-Tänzerin Senorita Rosita alias Röschen Zippel genannt wird. Ehrbare Männer bewunderten anno 1890 in einem sächsischen Provinzstädtchen nicht nur die Tanzkunst der Dame, die mit Gunstbezeigungen gegenüber der Männerwelt nicht zu geizen pflegte. 25 Jahre später müssen Sünden der Vergangenheit bewältigt werden, als ein junger Mann auftaucht, den diverse Herren für den Sohn Rositas halten und der seinerseits gleich mehrere Väter ohne Zögern zu erkennen scheint. Besonders hoch her geht es im Hause eines Mostrichfabrikanten, der Belastungsmaterial über seine Beziehung zu Rosita vor seiner sittenstrengen Gattin in Sicherheit bringen will und die Dokumente unglücklicherweise in falsche Hände fallen lässt.

Regie führen Ilona Neumann und Steffi Sprenger. Premiere ist am 15. April, 20 Uhr im Kursaal. Weitere Aufführungen: 29. April, 13. und 20. Mai, 3. und 5. Juni. (ZJG)

Vorverkauf: Rathaus, Kurverwaltung, Foto Schwarz in Sand, in Balhorn bei Helga Teinzer, Tel. 05625/5528, 7,50 Euro, Abendkasse 9,00 Euro.

Proben: Im Vereinshaus bereiten die Spieler der Volksbühne sich auf die Premiere für „Die spanische Fliege“ vor. Unser Foto zeigt (von links) Jessica Heinze, Christian Schneider, Iris und Manfred Altmann, Andrea Schmolke, Jürgen Kleinhans und Ilona Neumann.
(Foto: Hellwig)

Presse HNA vom 04.04.2006

Perfekte Verwirrungen

Volksbühne Bad Emstal – „Spanische Fliege“

BAD EMSTAL. Schon seit Jahren haben sich die Liebhaber der Volksbühne Bad Emstal den Ostersamstag für einen Theaterbesuch im Kur- und Festsaal reserviert. Noch aber arbeiten die Bühnenbauer Torsten Köppelmann, Franz Teinzer und Arnold Geselle am Bühnenbau, an den Kostümen werden die letzten Änderungen vorgenommen, und die Spieler proben intensiv.

Ausgesucht haben die Amateurspieler für dieses Jahr die Komödie „Die spanische Fliege“ von Franz Arnold und Ernst Bach. Das Stück spielt in der „guten alten Zeit“, als drei noble Herren ihren Familienbesitz vermehrten und ihre Jugendsünden verbargen. Zur selben Zeit bewahrte die Dame Emma als Ausgleich das moralische Erbe ihrer Familie. Die Töchter Paula und Wally erprobten indes die Emanzipation in Form von verschämten Küsschen. Die Söhne Fritz und Heinrich hatten den Dreh raus, wie man seinen Neigungen folgt und dennoch ein angesehener Herr wird. Wie selbst das Chaos noch seine Ordnung hat, und was die Spanische Fliege damit zu tun hat, werden die Zuschauern in der äußerst amüsanten Inszenierung der Volksbühne Bad Emstal erleben.

Regie führen Ilona Neumann und Steffi Sprenger gemeinsam. Premiere ist am Ostersamstag, 15. April, um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr). (ZJG)

Ein Anruf mit Folgen: Ilona Neumann, Iris Altmann, Andrea Schmolke und Dagmar Rißeler (von links)
(Foto: ZJG)

Presse HNA vom 18.04.2006

Lauter ehrenwerte Herren

Die Spanische Fliege: 400 Besucher sahen Volksbühnen-Premiere

BAD EMSTAL. „Ein Mann mit einem moralischen Defekt kommt nicht in unser sittenstrenges Haus.“ Emma Klinke,Vorstandsmitglied des Vereins zur Hebung der Sittlichkeit (Iris Altmann), ist wütend. Doch sie irrt sich, denn gleich zwei (oder gar drei?) unmoralische Herren einschließlich ihres eigenen Ehemannes, dem Mostrichfabrikanten Ludwig (Lothar Neumann), gehen in ihrem eleganten Wohnzimmer – die Kulisse hätte nicht schöner sein können – ein und aus. Das Problem ist die „spanische Fliege“ – die Tänzerin Senorita Rosita, alias Röschen Zippel aus dem sächsischen Bautzen. Etliche ehrbare Bürger bewunderten anno 1913 nicht nur die Tanzkunst jener Dame im Tivoli „da drüben“, die mit Gunstbezeigungen gegenüber der Männerwelt nicht zu geizen pflegte. 24 Jahre später wird plötzlich die Vergangenheit lebendig, als das vermeintliche Ergebnis des Seitensprunges, der junge Heinrich (eine Paraderolle für Christian Schneider) auftaucht. Diverse Herren (Ottmar Bulle, Manfred Altmann und Lothar Neumann) halten ihn für den Sohn der „spanischen Fliege“, und Heinrich scheint seinerseits gleich mehrere „Väter“ ohne Zögern zu erkennen. Das Schicksal meint es nicht gut mit dem Mostrichfabrikanten Klinke: Anstatt das verräterische Belastungsmaterial über seine Beziehung zu Senorita Rosita vor seiner sittenstrengen Gattin in Sicherheit zu bringen, fallen die verräterischen Dokumente unglücklicherweise in falsche Hände. Mit der Inszenierung der „Spanischen Fliege“ feierten die beiden Regisseurinnen Ilona Neumann und Steffi Sprenger einen verdienten Premierenerfolg. Mit sicherer Hand gelang der Balanceakt, die Komödienvorlage von Franz Arnold und Ernst Bach nicht in Plattheit abrutschen zu lassen. Ausgezeichnet wurden die Charaktere ausgewählt und die Szenen pfiffig und einfallsreich choreografiert.
Auch das Tempo der Handlung kam ungebremst auf die Bühne, überrollte aber nie das Geschehen.An dem großen Erfolg der Aufführung waren ebenso die anderen begabten und engagierten Schauspieler beteiligt: Andrea Schmolke, Michael Rother, Janina Pimpl, Jürgen Kleinhans, Ilona Neumann, Willi Heidl und Dagmar Risseler. Reaktionen beim Publikum:

Verräterisches Bild: Zwei Herren haben Geheimnisse. Unser Szenenfoto zeigt (von links) Lothar Neumann, Jürgen Kleinhans und Iris Altmann
(Foto: Hellwig)

Schunzeln, herzliches lautes Lachen sowie immer wieder Applaus, zum Schluss sogar stehende Ovationen für zwei Stunden umwerfend komischer Unterhaltung.
Für den Bühnenbau waren Torsten Köppelmann, Franz Teinzer und Arnold Geselle zuständig, für die Technik Uwe Hörl und Herbert Degenhardt, im Souffleusekasten saß Iris Degenhardt. (Sigrid Hellwig)

Bildergalerie

2005: Das tapfere Schneiderlein

Informationen zum Stück

Premiere am 19. November 2005, 17, Kur- und Festsaal Bad Emstal

Inhalt:

Ein Märchen der Brüder Grimm,
neu bearbeitet von Lothar Neumann

Hallo, liebe Kinder – da sind wir wieder! Es ist wieder so weit, wir gehen mit Euch in den Märchenwald. Heute treffen wir das tapfere Schneiderlein. Und die Geschichte mit dem Schneider ist wirklich ganz seltsam.
Eines Tages – durch einen lustigen Zufall mit sieben lästigen Fliegen – wurde aus dem Schneider ein Held. Nun hatte er keine Lust mehr sein Geld damit zu verdienen, für andere Leute Kleider zu nähen. Also packte er sein Bündel, seine treue Katze Maunz und seinen Kanarienvogel Karli und die drei zogen in die Welt.
Da trafen sie auf einen sehr grimmigen König, eine wunderschöne Prinzessin, auf zwei Riesen, ein Einhorn und ein Wildschwein. Und außerdem waren da noch zwei Pinguine und ein langsam schmelzender Schneemann.

Tja, liebe Kinder – wenn Ihr wissen wollt, was Zacharias Fingerhut alles erlebt, dann sagen wir jetzt:

Viel Spaß und Vorhang auf für

„DAS TAPFERE SCHNEIDERLEIN“
Antje Hörl

Besetzung:

Zacharias Fingerhut – Christian Schneider
Maunz, seine Katze – Merle Köppelmann, Ann-Christin Degenhardt
Prinzessin Isabella – Sandra Reitze
König Isidor – Michael Rother
Hofmarschall Eiderdaus – Ottmar Bulle
Mamsell Hühnerbein – Andrea Schmolke
Steffi Sprenger
Swante, ein Pinguin – Ilona Neumann
Snorre, noch ein Pinguin – Margret Risseler
Oskar, ein Schneemann – Jürgen Kleinhans
Fiesel, ein Riese – Iris Altmann
Bösel, noch ein Riese – Manfred Altmann
Einhorn – Mike Möller
Wildschwein – Willi Heidl, Lothar Neumann
Madame Esmeralda – Christel Post
Frau Gänseklein – Inge Friebertshäuser
Frau Hasenklee – Inge Geselle
Frau Rübesam – Ulla Heidl
Herr Lebertran, Apotheker – Manfred Altmann

Souffleuse: Helga Teinzer
Janina Pimpl
Dagmar Rißeler
Bühnenbild, Idee: Lothar Neumann
Bühnenbau: Torsten Köppelmann
Franz Teinzer
Arnold Geselle
Technik: Uwe Hörl
Herbert Degenhardt
Maske: Ilona Neumann
Steffi Sprenger
Andrea Schmolke
Regie: Ilona Neumann
Steffi Sprenger

Presse HNA 11.11.2005

Schneiderlein trifft Schneemann

Volksbühne steckt im Proben-Endspurt fürs Weihnachtsmärchen
BAD EMSTAL. „Die Märchen der Brüder Grimm fordern ständig meine Fantasie heraus und stellen mir immer wieder die Frage, wie kann man spielerisch zwar Inhalte erhalten und sinngemäß weitergeben, aber ohne die in diesen Märchen geschilderte Gewalt.“ Das sagt Lothar Neumann, der nach zahlreichen anderen Märchenadaptionen nun auch die Bühnenfassung für das Märchen „Das tapfere Schneiderlein“ geschrieben hat.
Die Volksbühne Bad Emstal probt seit Wochen für die Aufführung des Märchens um den Schneider Zacharias Fingerhut, dem es gelang, sieben Fliegen zu töten und der dadurch zum Helden wurde.
Neumann erfand zu den Grimm’schen Märchenfiguren den Schneemann Oskar als Symbol für die Vergänglichkeit, der nur die kurze Winterzeit zum Überleben hat, aber unbedingt einmal blühende Blumenwiesen und sich im Wind wiegende Felder sehen will. Und er schuf zwei Pinguine an des Schneemanns Seite. Sie sollen vermitteln und – das wünscht sich Lothar Neumann – zeigen, dass alles, was man macht, nur mit der Hilfe anderer möglich ist.
Regie für das spannende und lustige Märchen führt seine Frau Ilona Neumann zusammen mit Steffi Sprenger.
Nicht nur auf der Bühne herrscht bis zur Premiere am Samstag, 19. November 2005, 17 Uhr, reges Treiben, auch hinter dem Vorhang auf der neuen Bühne im Kur- und Festsaal gibt es noch jede Menge zu tun. Mehrfach werden die bunten Kulissen verschoben, es wird an der Technik gebastelt und werden Kostüme anprobiert, damit sowohl die jüngsten als auch die erwachsenen Zuschauer gut unterhalten werden. Lothar Neumann: „Der Spaß für die Zuschauer steht an erster Stelle.“ Und wenn das Publikum Gefallen am Schneiderlein finde, hätten auch die Theaterspieler der Volksbühne ihr Vergnügen. (ZJG)

Spaß am Spiel: Die Volksbühne probt für die Märchenaufführung „Das tapfere Schneiderlein“. Unser Szenenfoto zeigt Michael Rother, Ulla Heidl, Inge Friebertshäuser und Inge Geselle (von links).
(Foto: ZJG)

Presse HNA 21.11.2005

Mit Oskar ins Märchenland

Tapferes Schneiderlein: Umjubelte Premiere der Volksbühne

BAD EMSTAL. Wenn eine Theateraufführung einen lärmenden Haufen von über 100 Kinder in eine wie hypnotisiert schweigende Zuschauermenge verwandelt und diese im nächsten Moment animiert, sich lautstark für die Figuren auf der Bühne einzusetzen, sind das unschlagbare Argumente für eine gelungene Inszenierung.
Genau dafür gab es zur Premiere für das von Lothar Neumann für die Volksbühne umgeschriebene Märchen „Das tapfere Schneiderlein“ immer wieder Szenenapplaus und zum Schluss begeistertes Lob und reichlich Beifall.
In der Tat hat das 200 Jahre alte Märchen aus der Feder der Brüder Grimm trotz der Abwandlung von Lothar Neumann nichts von seiner Faszination eingebüßt. Neumann hat die Geschichte sinngemäß wiedergegeben, allerdings ohne jegliche, in dem Märchen vorkommende Gewalt.
Regie führten mit der in den zahlreichen vorherigen Inszenierungen gewonnenen Erfahrung Ilona Neumann und Steffi Sprenger, und auch sie sorgten dafür, dass die Volksbühne Bad Emstal neben ihren Fans mit dieser Aufführung neue Freunde gewonnen hat.
Los geht es beim Schneiderlein eigentlich schon, ehe es so richtig losgeht: Bevor sich der Vorhang öffnet, kommt Schneemann Oskar (eine Paraderolle für Jürgen Kleinhans) durch das Publikum und jammert, er werde bald eine Pfütze sein, so heiß sei es im Saal. Später stehen ihm die beiden witzigen Pinguine Snorre und Swante (Ilona Neumann und Margret Risseler) hilfreich zur Seite. Alle drei verbünden sich mit den Kindern und werden deren erklärte Lieblinge.
Wie es weitergeht, verfolgen die 300 Premierengäste dann auf der neuen Bühne im Kur- und Festsaal. Christian Schneider ist aufgrund seiner Statur, seiner Mimik und Gestik die Idealbesetzung für den Schneider Zacharias Fingerhut, dessen Leben sich nach einem Schlag völlig verändert. Gebannt beobachten die jungen und jung gebliebenen Zuschauer seine und seiner Katze Maunz (Merle Köppelmann) Erlebnisse mit den beiden Riesen Bösel und Fiesel (Iris und Manfred Altmann), mit dem Einhorn (Mike Möller) und dem Wildschwein (Willi Heidl). Selbstbewusst überzeugt König Isidor (Michael Rother): „Ich bin der wichtigste Mann im Land.“ Auch die hübsche Prinzessin Isabelle (Sandra Reitze), der Hofmarschall Eiderdaus (Ottmar Bulle) und die Mamsell Hühnerbein (Andrea Schmolke) beweisen komödiantisches Talent.
Viele skurrile Gestalten, etwa die drei Klatschtanten (Inge Friebertshäuser, Inge Geselle und Ulla Heidl), der Apotheker Lebertran (Manfred Altmann) sowie Musik und ein Minifeuerwerk runden die stimmige Aufführung ab.
Zigeunerin Esmeralda (Christel Post) gibt dem Publikum noch mit auf den Nachhauseweg: „Wer Freunde hat ist ein glücklicher Mensch; denn mit echten Freunden ist das Leben viel leichter.“ Und Schneemann Oskar entlässt die Kinder mit dem Hinweis: „Passt auf: Wenn ihr in eine Pfütze tretet, dann könnte das ein Schneemann sein.“ (Sigrid Hellwig)
Helfer hinter den Kulissen
Am „Tapferen Schneiderlein“ beteiligt waren auch Helga Teinzer und Janina Pimpl als Souffleusen, Lothar Neumann hatte die Idee für das Bühnenbild, Torsten Köppelmann, Franz Teinzer und Arnold Geselle sorgten für den Bühnenbau, Uwe Hörl und Herbert Degenhardt für die Technik. (ZJG)

Publikumslieblinge: Die beiden Pinguine Snorre und Swante (Ilona Neumann und Margret Risseler) mit Schneemann Oskar (Jürgen Kleinhans, von links). Foto: ZJG

Am Königshof: Michael Rother, Sandra Reitze, Andrea Schmolke und Ottmar Bulle (von links). Foto: ZJG

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