2005: Wie wär’s denn Mrs. Markham?

Informationen zum Stück

Paradies der Seitenspringer

Volksbühne probt für Boulevardkomödie – Premiere im Bühnen-Neubau

BAD EMSTAL. Osterzeit ist in Bad Emstal seit vielen Jahren auch Theaterzeit. Bereits seit 1988 betreten die Amateurschauspieler regelmäßig die Bretter, die für sie neben dem Alltag die Welt bedeuten. In diesem Jahr wollen sie mit der Boulevard-Komödie „Wie wär’s denn Mrs. Markham“ von Ray Cooney und John Chapman am Ostermontag, 28. März, 20 Uhr, ihr Publikum zum Lachen bringen.
Nach der ersten Leseprobe ging es jetzt auf die Bühne im Kur- und Festsaal – zunächst ohne Kulissen und ohne Kostüme. Allerdings nicht lange, denn sobald die neue Bühne am Thermalbad fertig ist, wird dort geprobt.
Im Neubau am Thermalbad findet dann auch die Premiere für das neue Stück statt, das vom skurrilen englischen Humor geprägt ist.
An einem Abend verabreden sich mehrere Pärchen in der Londoner Wohnung von Mrs. Markham, ohne von einander zu wissen. Was folgt, sind Turbulenzen: Liebesbriefe erreichen den falschen Partner, in Windeseile müssen Seitensprünge getarnt werden.
Der Kinderbuchautor Philip Markham lebt ein ruhiges Leben – bis er sich von seinem Freund überreden lässt, ihm sein Schlafzimmer für einen Seitensprung zu überlassen, nicht ahnend, dass zur gleichen Zeit die beiden angetrauten Damen ein ähnliches Abenteuer im Sinn haben.
Aber natürlich läuft nichts wie geplant – weder bei den Frauen noch bei den Männern. Gewollte und erfundene Affären und eine überraschend bei ihrem Verleger auftauchende Erfolgsautorin bringen die Verwicklungsspirale so richtig auf Tempo. Komödiantischer Dreh- und Angelpunkt ist der spleenige Designer, der nicht nur die Wohnung seines Auftraggebers in ein poppig-buntes Paradies verwandelt, sondern auch rasant an der Lachschraube des Publikums dreht.
Regie und die Gesamtleitung haben wieder Ilona Neumann und Steffi Sprenger.

Nach der Premiere am 28. März gibt es folgende weitere Aufführungstermine:
9. April, 23. und 24. April, 7., 14. und 16. Mai, jeweils 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr.
Im Vorverkauf kosten die Eintrittskarten 6,50 Euro, an der Abendkasse 7,50 Euro. Karten gibt es ab Anfang Februar in Balhorn bei Helga Teinzer, u 05625/5528, in Sand im Rathaus, in der Kurverwaltung und bei Foto-Schwarz. (ZJG)

Premiere am 28. März 2005,  Kursaal Thermalbad

Besetzung:
Philip Markham – Kinderbuchverleger Lothar Neumann
Joanne Markham, seine Frau – Andrea Schmolke
Henry Lodge, Kinderbuchverleger,
Partner von Philip – Michael Rother
Linda Lodge, seine Frau – Ilona Neumann
Alistair Spenlow, Dekorateur – Jürgen Kleinhans
Sylvia, Au-pair bei Markhams – Ramona Sommer
Walter Pengbourne, Geschäftsmann – Manfred Altmann
Miss Wilkinson, Angestellte, jung und hübsch – Steffi Sprenger
Olive Harriet Smythe, Autorin von Hundegeschichten – Antje Hörl

Theaterprobe bei der Volksbühne Bad Emstal: Michael Rother, Jürgen Kleinhans, Andrea Beinert, Lothar Neumann und Ilona Neumann (von links).

Presse vom 29.03.2005

Temporeiches Verwirrspiel

Viel Beifall für neues Stück der Volksbühne Bad Emstal

BAD EMSTAL. Lang anhaltender Applaus und Blumen zum Schluss, zwischendurch Beifall und herzerfrischende Lachsalven: Vielfältig waren Dank und Anerkennung für eine großartige Leistung aller Akteure der Volksbühne Bad Emstal vor und hinter den Kulissen auf der neuen Bühne im Kur- und Festsaal in Sand.
„Wie wär’s denn, Mrs. Markham?“, heißt das neue Stück der Bad Emstaler Theater-Truppe, das geprägt ist vom skurrilen Humor des Autorenduos Ray Cooney und John Chapman. Die Handlung spielt im Londoner Haus des Kinderbuchautors Philip Markham. Schon beim Öffnen des Vorhangs empfindet der Zuschauer ein Prickeln: Zu sehen sind ein modern gestyltes Wohnzimmer und ein Schlafzimmer, lediglich getrennt durch eine Lamellentür. Zwischen beiden Räumen entwickelt sich im atemberaubenden Tempo ein oft hektisches Treiben, gepaart mit einem Hauch von Sex, eindeutig zweideutigen Bemerkungen, Wortspielereien, hin und wieder derber Sprache und Gestik, wenn es um das Thema Nummer eins geht, das sich als Leitfaden durch das Stück zieht.
Kurz zum Inhalt: Philipp Markham lebt ein ruhiges Leben – bis er sich von seinem Freund Henry überreden lässt, ihm sein Schlafzimmer zu überlassen. Ein Verwirrspiel beginnt, immer neue, verrücktere Lügen entstehen. Personen schlüpfen in andere Rollen, Hunde, die es gar nicht gibt, tauchen auf, Unterwäsche wird durch Lamellentüren geschoben.
Lothar Neumann zeigt sich als eifersüchtiger Ehemann und Hausherr mit trockenem Humor, Andrea Schmolke ist als seine Gattin Joanne ständig genervt, und Jürgen Kleinhans trifft als spleeniger Designer Alistair Spenlow, der das Au-pair-Mädchen Silvia (Ramona Sommer) mag, ganz besonders empfindlich den Lachnerv des Publikums.
Antje Hörl heimst im zweiten Teil als die altjüngferliche Hundeliebhaberin und Bestsellerautorin noch mal kräftig ein. Michael Rother lässt als Henry Lodge keine Gelegenheit zu einer neuen Liebschaft aus, und Steffi Sprenger, die junge hübsche Angestellte, ist sein Opfer.

Auf allen Vieren: Lothar Neumann, Michael Rother, Jürgen Kleinhans (von links) und im Hintergrund Andrea Schmolke im neuen Stück der Volksbühne im Kur- und Festsaal des Thermalbades. (Foto: Hellwig)

Ilona Neumann sucht als Linda Lodge dringend einen Raum für eine Nacht mit ihrem Geliebten Walter (Manfred Altmann). Wiederum haben die Bühnenbauer Torsten Köppelmann, Franz Teinzer, und Arnold Geselle gute Arbeit geleistet, für die Technik waren Uwe Hörl und Herbert Degenhardt zuständig und fürs Soufflieren Iris Degenhardt. Ilona Neumann und Steffi Sprenger führten Regie.
Weitere Aufführungstermine: 9. April, 23. und 24. April, 7., 14. und 16. Mai, jeweils ab 20 Uhr, Einlass 19 Uhr. Kartenvorverkauf (6,50 Euro, Abendkasse 7,50 Euro) in Balhorn bei Helga Teinzer, Tel. 05625/5528, in Sand im Rathaus, in der Kurverwaltung und bei Foto-Schwarz. Infos im Internet: www.volksbuehne-bad-emstal.de.

(Sigrid Hellwig)

Bildergalerie

In „Wie wär’s denn, Mrs. Markham?“ von Ray Cooney und John Chapman dreht sich einmal mehr alles ums Thema Nummer eins. Denn in der Wohnung der Markhams wollen gleich mehrere Paare ihre Schäferstündchen abhalten – und das gleichzeitig! – und natürlich soll keiner vom anderen wissen.
Dass das nicht gut gehen kann, noch dazu, wenn man auch noch von einer spleenigen Schriftstellerin von Hundebüchern gestört wird, die von Sex absolut nichts wissen will, kann man sich ja denken. Also reichlich Gelegenheiten für Komplikationen wird es auch in diesem Jahr wieder geben.
Antje Hörl