2004: Raub der Sabinerinnen

Informationen zum Stück

Premiere:
Ostersamstag, 10. April 2004, im Kur- und Festsaal

Inhalt:

Besetzung:

Presse HNA vom 8.1.2004

Gurken zum punischen Krieg

Volksbühne Bad Emstal probt für „Raub der Sabinerinnen“

Proben bei der Volksbühne: Lothar Neumann (vorne), Manfred Altmann, Michael Rother, Andrea Beinert, Ilona Neumann (von links nach rechts). BAD Emstal. Wenn am Samstag, 10. April, um 20 Uhr im Kur- und Festsaal der Vorhang für den Schwank „Der Raub der Sabinerinnen“ aufgeht, dann haben die beiden Regisseurinnen Ilona Neumann und Steffi Sprenger jeden Stress vergessen.Dann denken sie nicht mehr an die vielen Meter Stoff, die zu Kostümen verarbeitet wurden, und an die wochenlangen Proben. Dann ist für Torsten Köppelmann, Franz Teinzer und Arnold Geselle der Kulissenbau unwichtig geworden. Dann sitzt Steffi Sprenger bestimmt aufgeregt im Zuschauerraum, und Ilona Neumann sagt als Dienstmädchen Rosa: „Immer wenn ich beim Gurkeneinlegen bin, ist der Herr Professor mit der Quarta im ersten punischen Krieg.“ Steffi Sprenger
Uraugeführt wurde der Schwank 1884 in Stettin, er stammt von Franz und Paul Schönthan und spielt um 1900. Das Stück handelt von der Aufführung eines Theaterstückes, das ein biederer Gymnasialprofessor als Student geschrieben hat – und nun neben anderen Verwicklungen eine schwere Ehekrise auslöst, die gerade noch nach schwanküblichen Turbulenzen beigelegt werden kann.
Sowohl beim Publikum und bei komödiantisch orientierten Schauspielern erfreut sich dies großer Beliebtheit. Vor allem die Rolle des sächselnden Theaterdirektors Striese reizte namhafte Darsteller wie Gert Fröbe, Rudolf Platte oder Willy Millowitsch zu unterschiedlich nuancierten Interpretationen. Für die Volksbühne Bad Emstal bearbeitete es nach einer Fernsehfassung Ilona Neumann.

Hintergrund
Zusammenarbeit mit dem Bruder
Franz von Schönthan (1849-1913) war lange Zeit Regisseur und Hausautor am Berliner Wallner-Theater. Meist gemeinsam mit anderen Autoren verfasste er viele, im zeitgenössischen Bürgermilieu spielende Schwänke. „Der Raub der Sabinerinnen“ entstand in Zusammenarbeit mit seinem Bruder Paul, der als Regisseur am Wiener Stadttheater engagiert war.

Presse HNA 20.3.2004

Schwere Ehekrise in Emstal

Volksbühne probt den Raub der Sabinerinnen – Premiere am Ostersamstag

BAD Emstal. Iris Altmann zupft an ihrem langen schwarzen Kleid, Andrea Beinert begutachtet ihr altrosa Kostüm, beides speziell für die nächste Inszenierung der Volksbühne angefertigt. Auf der Bühne stöhnt Lothar Neumann in der Rolle des Professors Martin Gollwitz vor dem schwarzen Vorhang: „Nach diesem Skandal traue ich mich nicht mehr zu meiner Frau.“ Noch greifen die Regisseurinnen Ilona Neumann und Steffi Sprenger häufig ins Spielgeschehen ein, geben den Schauspielern Anweisungen. Das Bühnenbild ist noch in der Werkstatt, Torsten Köppelmann, Franz Teinzer und Arnold Geselle werkeln noch intensiv daran herum. Doch nur noch wenige Tage, dann muss das neue Volksbühnen-Stück stehen: „Der Raub der Sabinerinnen“ hat am Samstag, 10. April 2004, Premiere.
Der Schwank, geschrieben von den Brüdern Franz und Paul von Schönthan, erfreut sich seit der Uraufführung 1885 in Stettin nicht nur auf deutschsprachigen Bühnen größter Beliebtheit: Der „Schwank aller Theaterschwänke“ ist einfach unverwüstlich.
Vor allem die Paraderolle des Theaterdirektors Emanuel Striese, die auch als zeitkritischer Kommentar zur Situation deutscher Schauspieler im späten 19. Jahrhundert verstanden werden kann, reizte Darsteller wie Gert Fröbe, Rudolf Platte, Gustav Knuth oder Willy Millowitsch zu unterschiedlich nuancierten Interpretationen.
Wie Manfred Altmann von der Volksbühne Bad Emstal den unsterblichen Striese geben wird, der ein skandalöses Stück, geschrieben von einem biederen Gymnasialprofessor in dessen Studentenjahren, aufführen will, wird nicht verraten.
Nur soviel sei gesagt: Natürlich löst der Sabinerinnen Raub auch in Bad Emstal neben anderen Verwicklungen eine schwere Ehekrise aus….. (ZJG)

 

Noch im Probenstadium: Die Volksbühne Bad Emstal geht mit dem Schwank „Der Raub der Sabinerinnen“ auf die Bühne. Dabei sind (von links): Ramona Sommer, Jürgen Kleinhans, Ilona Neumann, Iris Altmann, Lothar Neumann, Michael Rother und Andrea Beinert.

Hintergrund

Spieltermine und Vorverkauf

Nach der Premiere wird „Der Raub der Sabinerinnen“ an folgenden Terminen aufgeführt: 24. April, 8. Mai, 22. Mai, 29. Mai und 31. Mai, jeweils um 20 Uhr. Karten sind im Vorverkauf erhältlich in Sand: Rathaus, Kurverwaltung und Photo Schwarz, in Balhorn: Helga Teinzer, Tel. 05625-5528. Im Vorverkauf kosten die Karten 6,50 Euro, an der Abendkasse 7,50 Euro.

Presse 3.4.2004

Endspurt für den Schwank aller Schwänke

Volksbühnen-Premiere „Raub der Sabinerinnen“ am Ostersamstag

BAD Emstal. Langeweile wird bei den Zuschauern nicht aufkommen, das wird schon bei den Proben zum Schwank „Der Raub der Sabinerinnen“ deutlich, die bei der Volksbühne Bad Emstal derzeit auf Hochtouren laufen. Die Geschichte vom skandalösen Theaterstück, das ein biederer Gymnasialprofessor in seinen Jugendjahren geschrieben hat, und das Direktor Striese mit seiner Wanderbühne jetzt aufführen will, erfreut sich seit der Uraufführung 1885 größter Beliebtheit: Der Schwank aller Theaterschwänke ist einfach unverwüstlich.
Volksbühnen-Premiere für die Komödie von Franz und Paul von Schönthan in der Regie von Ilona Neumann und Steffi Sprenger ist am Ostersamstag, 10. April 2004, im Kur- und Festsaal.
Weitere Aufführungen am 24. April, 8., 22., 29. und 31. Mai jeweils ab 20 Uhr. Kartenvorverkauf im Rathaus, bei der Kurverwaltung, bei Foto Schwarz in Sand und in Balhorn bei Helga Teinzer, Tel. 05625 – 5528. (ZJG)

Probenendspurt: Die Volksbühne probt den Schwank „Der Raub der Sabinerinnen“, das Foto zeigt (von links) Ilona Neumann, Iris Altmann, Ramona Sommer und Andrea Beinert

Presse 13.4.2004

Strapaze für die Lachmuskeln

Erfolgreiche Premiere der Bad Emstaler Volksbühne mit dem Schwank „Der Raub der Sabinerinnen“

BAD Emstal. „Frieden, Frieden, Frieden“ säuselt Friederike Gollwitz. Doch von Frieden ist im Schwank „Der Raub der Sabinerinnen“ von Franz und Paul von Schönthan vorerst nichts zu merken – im Gegenteil. Und gerade die unfriedlichen Turbulenzen sorgten im Verlauf des Stückes vor etwa 350 Besuchern im Kur- und Festsaal von Bad Emstal für höchst vergnügliche Abwechslung.
Auch bei ihrer neuesten Inszenierung wich die Volksbühne Bad Emstal von ihrem Grundsatz nicht ab, dem Publikum Entspannung in absolut leicht verdaulicher Form zu bieten. Das Team um die Regisseurinnen Ilona Neumann und Steffi Sprenger versuchte mit der neuen Inszenierung nicht, einen Erfolgshit nachzuahmen, sondern brachte ein eigenständiges Werk mit einem Spritzer Lokalkolorit und viel Liebe zum Detail auf die Bühne.
Herrlich das Duo Theaterdirektor Emanuel Striese (bauernschlau von Manfred Altmann gespielt) und Professor Martin Gollwitz, der in seiner Studentenzeit das Römerdrama „Raub der Sabinerinnen“ schrieb (mit vollem Körpereinsatz: Lothar Neumann). Geehrt lässt der Professor zu, dass sein Römerdrama aufgeführt wird, möchte aber nicht als Verfasser bekannt werden. Eine Vorgabe, die – schließlich sehen wir einen Schwank – nicht einzuhalten ist.
Verwicklungen folgen in einem Tempo, das den Schauspielern Höchstleistungen abverlangt: Quirlig und naseweiß das Dienstmädchen Rosa (Ilona Neumann), sittenstreng und unerbittlich Gollwitz-Gattin Friedrike (Iris Altmann). Daneben die eifersüchtige Gollwitz-Tochter Paula (Andrea Beinert) und ihr permanent in Notlügen verstrickter Ehemann Doktor Leopold Neumeister (Michael Rother). Karl Groß (Ottmar Bulle) wird seine Delikatessen nicht los, gewinnt dafür aber seinen Sohn Emil (Jürgen Kleinhans) zurück und eine hübsche Schwiegertochter (Ramona Sommer) dazu.
Doch alles endet schließlich doch friedlich: Das Römerdrama wird zum Erfolg – dank eines grotesken Missverständnisses, die Ehestreitigkeiten werden beigelegt und selbst Theaterdirektor Striese und Autor Gollwitz sind glücklich.

Bühnenwirksam: Für die Volksbühnen-Inszenierung „Der Raub der Sabinerinnen“ gab es viel Beifall.
Szenenbild mit (von Links) Lothar Neumann, Iris Altmann, Michael Rother und Andrea Beinert.

 

Außer Blumen gab es lang anhaltenden Beifall für die Schauspieler und für die Unsichtbaren hinter der Bühne, ohne die die ganze Aufführung nicht funktionieren würde: Torsten Köppelmann, Franz Teinzer und Arnold Geselle (Bühnenbau), Uwe Hörl und Herbert Degenhardt (Technik). Im Souffleusenkasten saß Iris Degenhardt. (Sigrid Hellwig)

Weitere Aufführungen „Der Raub der Sabinerinnen“: 24. April, 8. Mai, 22. Mai, 29. Mai und letztmalig am Pfingstsamstag 29. Mai, jeweils ab 20 Uhr im Kur- und Festsaal am Thermalbad Bad Emstal. Vorverkaufsstellen in Sand: Rathaus, Kurverwaltung und Foto Schwarz; in Balhorn: Helga Teinzer, Tel.: 05625/5528.

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