1998: Alles wegen einer Nacht

Presse HNA 2.6.1998

Viel Trubel wegen „einer Nacht“

BAD Emstal. Bei der Volksbühne Bad Emstal laufen die Proben für den Schwank „Alles wegen einer Nacht“ auf Hochtouren. Aufgeführt werden soll das Stück von Erich Störmer nur einmal, nämlich beim Balhorner Frühlingsfest am nächsten Samstag, 6. Juni 1998, im Festzelt an der Schulturnhalle. In dem Stück geht es um einen Jungbauer, der die Tochter eines Landwirtspaares freien möchte. Doch weil es ehemals zu Streitigkeiten zwischen beiden Höfen kam, sind die Eltern nicht sehr erfreut. Wie der Jungbauer dann doch noch mittels einer List seine Angebetene bekommt, was ein geheimnisvoller Brief bei ihren Eltern anrichtet, und was der Knecht Wilhelm und die Magd Lina damit zu tun haben, soll nicht verraten werden. Nur soviel sei versichert, dass die Volksbühnenspieler nach bewährter Manier für viel Vergnügen sorgen werden. Das amüsante Verwirrspiel „Alles wegen einer Nacht“ beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist um 19.00 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf für sechs Mark nur in Balhorn bei der Familie Teinzer in der Bruchstraße 16, Tel. 05625/5528, und in der Gaststätte Reitze, Im Tor 7, Tel. 05625/1874. (zjg)

Rasant geht es zu in dem Stück der Emstaler Volksbühne. Und auch die Proben für die Premiere am kommenden Samstag laufen auf vollen Touren. (zjg)

Presse HNA 8.6.1998

Bauernbetten und Verwirrspiele

Drunter und drüber ging es beim Bauern Heinrich Müller in Balhorn. Schlag auf Schlag sorgten Verwicklungen für Lachtränen, selbst beim letzten Humormuffel im vollbesetzten Festzelt

Balhorn. Lang anhaltender, lautstarker Applaus, zwischendurch begeistertes Klatschen und herzerfrischende Lachsalven für ein perfektes Lustspiel, in dem totale Verwirrung um eine Nacht an der Tagesordnung waren. Der oft stürmische Beifall war aber auch Anerkennung für eine großartige Leistung aller Akteure vor und hinter den Kulissen. Gleich zwei Premieren gab es für die „Volksbühne Bad Emstal“ am Wochenende: einmal führte sie den Schwank „Alles wegen einer Nacht“ zum ersten mal nach einer langen und intensiven Probenarbeit auf, und zum anderen bauten sie erstmalig Ihre Kulissen in einem Festzelt auf.
Nach dem Öffnen des Vorhangs fanden sich die Zuschauer in einer ganz normalen guten Stube wieder, in der sich rund zwei Stunden lang ein oft hektisches moralisch-unmoralisches Treiben abspielte. Gepaart mit einer deftigen Dialektsprache und Anspielungen auf Balhorner Örtlichkeiten, wie das Wasserhäuschen am „Erzebach“.
Verwicklungen und Komplikationen sind geradezu vorprogrammiert, wenn ein junger Bauer ein Mädchen heiraten möchte, dessen Eltern nicht damit einverstanden sind. Doch der denkt sich eine List aus, innerhalb von 24 Stunden an sein Ziel zu kommen. Er steckt dem Vater und der Mutter je einen Zettel zu mit einer anonymen Verdächtigung, sie würden einander betrügen. Beide wollen sich gegenseitig prüfen und schicken die Magd und den Knecht unabhängig voneinander ins Schlafzimmer. Die nutzen die Gunst der Stunde, denn die Magd ist nicht nur naiv, sondern auch ein „liederliches Frauenzimmer“ und der Knecht kein Kostverächter. Das Verwirrspiel auf der Bühne steigert sich, jeder beschuldigt den anderen reichlich lautstark und es werden schon mal Prügel angedeutet. Betten werden auf der Bühne aufgeschlagen und die unterschiedlichsten Pärchen nehmen darin Platz.
Als nach rund zwei Stunden der Vorhang fiel war Christian am Ziel, er durfte seine Katrin nach einer kleinen Erpressung heiraten. Vor allem Lothar Neumann brannte als Bauer Heinrich Müller ein wahres Feuerwerk von Humor ab, und sorgte – wie schon so oft – für Gelächter und Szenenapplaus. In nichts stand ihm Margret Risseler, ein neues Gesicht bei der Volksbühne, nach. Als derbe Bäurin Agnes, die gerne temperamentvoll mit herumfuchtelnden Armen ihren Unmut ausdrückt, war sie eine glanzvolle Entdeckung, die man gerne auf der Volksbühne wiedersehen möchte.
In die Rolle des listigen Jungbauern Christian schlüpfte Jürgen Kleinhans ebenso wie Stephanie Sprenger, die als die verliebte Tochter Katrin gefiel. An den schauspielerischen Leistungen von Ilona Neumann konnte man sich schon öfter erfreuen, auch in diesem Stück war sie als Magd Lina ein wichtiger Stimmungsträger. Fast könnte man von Reinhard Wicke sagen, er spielte sich selbst – mit seiner natürlichen Begabung brachte der Balhorner Ortslandwirt als Knecht Wilhelm das Publikum wiederholt zum Lachen. Im Souffleusekasten saß Steffi Kaszemeck, auch ihr war der Erfolg der Aufführung mit zu verdanken, passte sie doch auf, dass kein „Hänger“ den Ablauf störte.
Einen Trost gibt es für alle, die den deftigen Schwank nicht gesehen haben; er wird, das versprach der Vorsitzende der Volksbühne, Lothar Neumann, im Oktober 1998 noch zweimal wiederholt und dann noch einmal am 29. Dezember. Es sollten schon jetzt Eintrittskarten bei der „Volksbühne Bad Emstal“ bestellt werden, weil sie erfahrungsgemäß schnell vergriffen sind. (zjg)

Presse HNA 5.8.1998

Volksbühne: Noch dreimal „Alles wegen einer Nacht“

BAD Emstal. Eigentlich wäre alles ganz einfach: Ein junger Mann möchte ein Mädchen heiraten. Das Schwierige daran aber ist, dass ihre Eltern nicht damit einverstanden sind. Aber da der junge Mann nicht auf den Kopf gefallen ist, wendet er eine List an, um doch noch in das Bett der Herzallerliebsten zu gelangen. Lothar Neumann hat versprochen: Die „Volksbühne Bad Emstal“ wird das Verwirrspiel „Alles wegen einer Nacht“, das zum Balhorner Dorftag die Zuschauer zu Lachtränen reizte, wiederholen. Jetzt hat der Vorsitzende neue Eintrittskarten gedruckt, und die Termine stehen entgültig fest: Am Samstag und Sonntag, 3. und 4. Oktober 1998, werden auf der Bühne im Kur- und Festsaal der Bauer Heinrich, die Bäuerin Agnes, der listige Jungbauer Christian, die verliebte Tochter Katrin, die temperamentvolle Magd Lina und der Knecht Wilhelm – übrigens ein echter Landwirt – zu sehen sein. Der Theaterspaß beginnt jeweils um 20 Uhr. Wer an beiden Terminen verhindert ist, der sollte sich den 29. Dezember 1998 vormerken, dann spielt die „Volksbühne“ zum letzten mal.
Karten gibt es im Vorverkauf bei Helga Teinzer, Balhorn, Bruchstraße 16, Telefon 05625/5528, in der Gaststätte Reitze, 05625/1874, bei der Gemeindeverwaltung und der Kurverwaltung in Sand. (zjg)